Wenn die Wirtschaft jetzt eine Verbesserung der Betreuung an Grundschulen fordert, dann muss als Konsequenz der Ausbau der Ganztagesschulen in Deutschland folgen. Ohne eine verlässliche Betreuung in Kita und Schule bleibt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf Wunschdenken. Die SPD-Bundestagsfraktion hat dazu Eckpunkte in einem „Masterplan Ganztagsschule 2020“ vorgelegt, erklärt Ernst Dieter Rossmann.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat Recht: Ohne eine verlässliche Betreuung in Kita und Schule bleibt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf Wunschdenken. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert daher den Ausbau der Ganztagesschulen in Deutschland und spätestens von 2020 an den Rechtsanspruch auf einen Ganztagesplatz. Nur dann können wir den Kindern und Jugendlichen neben der verlässlichen Betreuung auch eine bessere individuelle Förderung in der Schule sichern.
Es geht um mehr Zeit für zusätzliche Sprachförderung und Hausaufgaben, für attraktive, spannende Angebote und die Projektarbeit mit kommunalen Bildungsakteuren. Deshalb will die SPD das erste erfolgreiche Ganztagsschulprogramm weiterentwickeln. Dabei brauchen die Schulen mehr Mitspracherecht. Vor allem die qualitative Verbesserung - damit verbunden mehr qualifiziertes Personal - muss im Vordergrund stehen.
Die SPD-Bundestagsfraktion hat Eckpunkte in einem "Masterplan Ganztagsschule 2020" vorgelegt und ist bereit, für den weiteren qualitativen Ganztagsschulausbau zusätzliche Mittel des Bundes aufzuwenden. Wenn die Union genauso viel Energie in den Ganztagesausbau gesteckt hätte wie sie gegenwärtig zur Rettung der Hauptschule verpulvert, stünden die Schulen in ihren Ländern heute deutlich besser da.