Verbraucherpolitische Bilanz 2013-2017

SPD-Fraktion verhilft Verbraucherschutz zu höherem Stellenwert

Egal ob beim Thema Immobilienkredite oder Datenschutz – die SPD-Fraktion hat in der vergangenen Wahlperiode viel zum besseren Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher erreicht. Eine Übersicht.

Ausschnitt: Hand hält Lupe über Kreditkarte, davor Laptop

Mehr Transparenz über Anlagerisiken

Viele Kleinanleger haben in den letzten Jahren erhebliche Vermögenseinbußen hinnehmen müssen, weil sie aufgrund mangelhafter Beratung und Risikoaufklärung in undurchsichtige Finanzprodukte investiert haben. Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich daher in dieser Wahlperiode konsequent für mehr Transparenz von Vermögensanlagen eingesetzt. Dank eines neuen Gesetzes haben Bürgerinnen und Bürger nun vor Vertragsabschluss ein Anrecht auf umfangreiche, aktuelle Informationen über ein Finanzprodukt. Nun können Kleinanleger wesentlich leichter die Seriosität und Erfolgsaussichten von Vermögensanlagen einschätzen und eine informierte, risikobewusste Entscheidung treffen.

Darüber hinaus konnte der Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern bei Immobiliendarlehen und Dispokrediten sowie bei Reisen verbessert werden. Darlehensgeber sind nun verpflichtet, die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden zu überprüfen, um unverantwortliche Kreditvergaben zu verhindern. Bei einem Verstoß können Verbraucher ihre rechtlichen Ansprüche geltend machen. 

Mehr Unterstützung bei Streitfällen

Darüber hinaus hat sich die SPD-Bundestagsfraktion erfolgreich für eine kostenlose außergerichtliche Streitbeilegung für Verbraucher bei Kauf- oder Dienstleistungsverträgen eingesetzt. Bislang haben Verbraucherinnen und Verbraucher – vor allem bei niedrigen Streitwerten – von ihrem Recht gegenüber den Unternehmen kaum Gebrauch gemacht. Die Kosten eines gerichtlichen Verfahrens erschienen vielen als ein zu hohes Risiko. Eine neutrale und unabhängige Schlichtungsstelle soll jetzt den Parteien in Konfliktfällen helfen, eine Lösung zu finden. Dies betrifft den Kauf von Produkten oder Dienstleistungen sowohl im In- als auch im Ausland.

Neu eingerichtet wurden in dieser Legislaturperiode auch die "Marktwächter". Sie sind angesiedelt bei den Verbraucherzentralen, um das Marktgeschehen der Finanz- und Digitalprodukte für die Verbraucherinnen und Verbraucher zu beobachten und auszuwerten. Damit "Schwarze Schafe" noch schneller erkannt werden, sind die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, auf https://ssl.marktwaechter.de/mitmachen ihre Erfahrungen mit Anbietern zu teilen.

Mehr Datenschutz

In Zeiten einer weltweiten digitalen Vernetzung ist auch das Thema Datenschutz in das Bewusstsein vieler Menschen gerückt. Im Rahmen der Verhandlungen zur Umsetzung der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung hat sich die SPD-Fraktion erfolgreich dafür eingesetzt, das hohe Niveau des Datenschutzes in Deutschland zu sichern. Pauschale Ausnahmen für Unternehmen bei Betroffenenrechten konnten verhindert werden. Rechte der Verbraucher auf Auskunft, Benachrichtigung und Löschung werden weiterhin in vollem Umfang erhalten bleiben.

Zudem hat sich die SPD-Fraktion in dieser Legislaturperiode erfolgreich dafür eingesetzt, dass Verbraucherverbände nun Verstöße gegen den Datenschutz abmahnen und Unterlassungsklage erheben können. Das kommt den Verbraucherinnen und Verbrauchern zu Gute. 

 

>> MEHR ÜBER DIE ARBEIT DER SPD-FRAKTION FÜR DEN VERBRAUCHERSCHUTZ

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      Die betrügerischen Softwaremanipulationen bei Dieselmotoren zeigen, dass Verbraucher zur Durchsetzung ihrer Rechte das Instrument der Musterfeststellungsklage dringend brauchen. Wer Recht hat, muss auch Recht bekommen und die Musterfeststellungsklage ist dafür das richtige Instrument, sagt Johannes Fechner.

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      Heute beschließt der Bundestag die Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie. Die Richtlinie verlangt Vollharmonisierung. Angesichts des geringen Spielraums haben die parlamentarischen Beratungen ein ausgewogenes Gesetz erbracht, das die Interessen der Reisebranche sowie der Verbraucherinnen und Verbraucher berücksichtigt. In den Beratungen der zuständigen Ausschüsse wurde ein breiter Konsens erreicht. Deshalb hat die Unionsfraktion das Vorhaben vollumfänglich unterstützt und im gestrigen federführenden Rechtsausschuss ausdrücklich gelobt, erklären Johannes Fechner, Gabriele Hiller-Ohm und Elvira Drobinski-Weiß.

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      Der Bundestag beschließt heute den Gesetzentwurf zur Umsetzung der Zweiten EU-Zahlungsdiensterichtlinie. Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt, dass hiermit im Sinne der Verbraucherinnen und Verbraucher Preisaufschläge von Händlern für die meisten Kartenzahlungen verboten werden. Zudem wird die Sicherheit von Zahlungen erhöht und es werden neue Geschäftsfelder für Banken und innovative Unternehmen eröffnet, erklärt Jens Zimmermann.

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      Heute wird der Bundestag klarstellende Regelungen für die Anforderungen an die Kreditwürdigkeitsprüfungen bei der Anschlussfinanzierung für Wohnimmobilienkredite beschließen. Auf Initiative der SPD-Bundestagsfraktion werden damit bestehende  Unsicherheiten in der Praxis bei der Finanzierung von Wohnraum beendet, erklären Lothar Binding und Johannes Fechner.

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      Gestern haben sich die Koalitionsfraktionen auf das neue Bauvertragsrecht und Änderungen zur kaufrechtlichen Mängelgewährleistung geeinigt. Das Gesetz wird im März vom Bundestag beschlossen werden, erklärt Johannes Fechner.

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      Nach nur 18 Monaten zeigt sich, dass die SPD-Bundestagsfraktion mit der Einführung von Marktwächtern in der digitalen Welt sowie für den Finanzmarkt goldrichtig lag. Erkennen, informieren, handeln – das Konzept der verbraucherorientierten Marktbeobachtung macht strukturelle Missstände auf für Verbraucherinnen und Verbraucher wichtigen Märkten sichtbar. Marktwächter für Lebensmittel, Gesundheit und Energie müssen folgen, sagt Elvira Drobinski-Weiß.