Die Zahlen machen deutlich, dass der Mindestlohn zu mehr Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt führt. Das zeigt sich vor allem in Branchen, in denen Schutzstandards fehlen. Denn mehr als 80 Prozent derjenigen, die den Mindestlohn erhalten, arbeiten in Betrieben ohne Tarifbindung.

Vor allem Frauen kommt der Mindestlohn zugute, denn zwei Drittel der Beschäftigten, die durch den Mindestlohn mehr Lohn bekommen, sind Frauen.

Zudem trägt der Mindestlohn zur Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland bei: In Ostdeutschland bekommen 22 Prozent der Beschäftigten nun höhere Einkommen. In Westdeutschland sind es knapp neun Prozent. Damit schließt sich die Lohnlücke zwischen Ost- und Westdeutschland im Niedriglohnbereich weiter.

Gut die Hälfte derjenigen, die den Mindestlohn erhalten, sind geringfügig Beschäftigte – also so genannte Minijobber. Das zeigt, dass gerade in diesem Bereich der Mindestlohn bitter nötig war.

Insgesamt werden laut Statistischem Bundesamt – unveränderte Arbeitszeiten vorausgesetzt – monatlich 431 Millionen Euro mehr an Bruttolohn ausgezahlt. Das zahlt sich nicht nur individuell aus, sondern das ist auch gut für unsere gesamte Gesellschaft: Denn es bedeutet mehr Steuereinnahmen für mehr Investitionen, mehr Einnahmen in den Sozialkassen und 50.000 Menschen weniger, die ihr Gehalt mit Arbeitslosengeld II aufstocken müssen.

Fazit: Der Mindestlohn hat keine Jobs vernichtet, er hat viele Jobs besser gemacht. Damit hat er seine Kritiker widerlegt.