Diskussionsrunde der Arbeitsgruppe Verbraucherpolitik

Jedes Jahr landen in Deutschland 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Für die Produktion dieser Lebensmittel werden Wasser, Energie und Rohstoffe verbraucht, Arbeitskraft investiert, landwirtschaftliche Flächen von der Größe Mecklenburg-Vorpommerns genutzt, und sinnlos Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen.

Die Verschwendung hat negative ökologische, ökonomische und soziale Folgen. Während wir ein Drittel der Lebensmittel wegwerfen, hungern in den armen Ländern dieser Welt 800 Millionen Menschen.

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen hat sich auch Deutschland dazu verpflichtet, die Lebensmittelabfälle bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren. Reichen freiwillige Maßnahmen allein aus? An welchen Stellschrauben müssen wir drehen, um die Lebensmittelverluste entlang der gesamten Wertschöpfungskette wirksam einzudämmen? Wie erhöhen wir die Wertschätzung für Wertschöpfung? Was kann getan werden, damit Wegwerfen nicht billiger ist als Weiterverwenden?

Zu diesem drängenden Thema hat die Arbeitsgruppe Verbraucherpolitik der SPD-Bundestagsfraktion am 5. Juni 2019 Vertreter*innen des Handels, des WWF-Deutschland und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zu einer Diskussion eingeladen, welche Möglichkeiten seitens der Politik ausgeschöpft werden können die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung voran zu treiben.