Dagmar Ziegler fordert verbindliche Frauenquote

Familienministerin Schröder setzt mit ihrer so genannten Flexiquote auf eine Form der freiwilligen Selbstverpflichtung von Unternehmen, kritisiert SPD-Fraktionsvizin Dagmar Ziegler. Die Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft wird so nicht gelingen.

"Die Flexiquote als intelligente Quote zu bezeichnen, kann nur einer Ministerin einfallen, die ein Betreuungsgeld entwickelt hat, das Bildung verhindert", erklärt Dagmar Ziegler. Die Flexiquote sei reine Augenwischerei: "Sie ist eine Form der freiwilligen Selbstverpflichtung – und die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass über Freiwilligkeit Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wirtschaft scheitert."

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb eine feste, gesetzlich fixierte Quote. "Nur eine gesetzliche Regelung, die eine klare Zahl benennt, an ein festes Datum geknüpft ist und mit spürbaren Sanktionen bewährt ist, wird Strukturen aufweichen und Verbesserungen für Frauen bringen," so Ziegler.

Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten fordern ein Gesetz, mit dem ein Frauenanteil von mindestens 40 Prozent in Aufsichtsräten und in den Vorständen von mitbestimmten und börsennotierten Unternehmen klar und eindeutig festgeschrieben wird. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat die Fraktion bereits in den Bundestag eingebracht.