O-Ton von Sascha Raabe

Aufgrund der Brandkatastrophen in Textilfabriken in Bangladesh und Pakistan fordert der entwicklungspolitische Sprecher der Fraktion deutsche Unternehmen zur Haftung auf.

"Deutschen Unternehmen wie C&A und kik hängt der Brandgeruch in den Kleidern. Sie nutzen die menschenunwürdigen und teils lebensbedrohlichen Verhältnisse aus, um möglichst billig zu produzieren. Jetzt hat der Billigwahn ganz konkret wieder Menschenleben gekostet. Das muss ein Ende haben. Die beteiligten deutschen Unternehmen müssen die Verantwortung übernehmen und gegenüber den Opfern und ihren Angehörigen die Haftung tragen. Grundbedingung für die Produktion in Ländern wie Bangladesh oder Pakistan muss die Einhaltung des Verhaltenskodex der Clean Cloth
Campaign sein, d.h. neben fairen Löhnen auch die Gewährung von Gewerkschaftsfreiheit, der Zugang zu Gerichten auch in den Auftraggeberländern und die Umsetzung von wirksamen Brandschutzvorschriften.

Ich habe das Unternehmen C&A in einem Brief aufgefordert, die Haftung für das Geschehene zu übernehmen und künftig für eine strengere Überwachung der Arbeitsbedingungen in den Betrieben und die Einhaltung von sozialen und ökologischen Mindeststandards zu sorgen."