Statement von Sabine Dittmar

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion sagt: "Für mich ist es eine Frage der Gerechtigkeit, dass Frauen bei einer Risikoschwangerschaft unabhängig von ihrer finanziellen Situation die Möglichkeit erhalten, die risikoärmere Blutuntersuchung durchführen zu lassen."

"Der vorgeburtliche Bluttest ist bei Risikoschwangerschaften eine gute medizinische Alternative zur invasiven Diagnostik - der Fruchtwasseruntersuchung. Der Bluttest findet in der 9. bis 10. Woche statt und somit früher als eine Fruchtwasseruntersuchung und ist mit weniger Risiken für das ungeborene Kind und die Mutter verbunden. Die Kosten von 300 bis 400 Euro müssen von den Schwangeren derzeit selbst übernommen werden, wohingegen die Krankenkassen die Kosten für die Fruchtwasseruntersuchung übernehmen. Für mich ist es eine Frage der Gerechtigkeit, dass Frauen bei einer Risikoschwangerschaft unabhängig von ihrer finanziellen Situation die Möglichkeit erhalten, die risikoärmere Blutuntersuchung durchführen zu lassen. 

Wichtig ist aber auch, dass schon vor jeder Pränataldiagnostik eine gute Beratung stattfindet. Paare müssen in der Lage sein, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Viele Menschen mit Trisomie 21 und ihre Familien haben ein wunderbar erfülltes Leben."