Statement von Sönke Rix

Ein breites Bündnis aus kirchlichen und Gesundheitsorganisationen, aus Frauen- und Familienverbänden sowie Gewerkschaften fordert die Streichung des §219a Strafgesetzbuch. Dazu nimmt Sönke Rix Stellung.

„Ein breites Bündnis aus kirchlichen und Gesundheitsorganisationen, aus Frauen- und Familienverbänden sowie Gewerkschaften fordert die Streichung des §219a StGB. Aktuelle Vorschläge wie eine zentrale Liste mit Ärztinnen und Ärzten, die solche Eingriffe vornehmen, lösen das Problem der betroffenen Frauen und Ärztinnen und Ärzten definitiv nicht: Sie schränken die individuelle Informationssuche jeder schwangeren Frau, die über einen Abbruch nachdenkt, ein.

Mit einer Listenlösung werden Frauen nicht aus erster Hand erfahren, welche Ärztin/welcher Arzt welche Methode durchführt. Dieser unbestrittene Informationsanspruch einer schwangeren Frau kollidiert mit dem Verbot der sachlichen Information. Insofern wäre die vom Bündnis geforderte Streichung dieses Paragrafen die konsequente Lösung.“