Statement von Siemtje Möller

Wir fordern Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer auf, alles zu unternehmen, um den Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten in jeder Phase des Abzuges aus Afghanistan zu gewährleisten.

Die verteidigungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Siemtje Möller, zum angekündigten Truppenabzug der NATO aus Afghanistan:

„Wir haben gestern die Erklärung von US-Präsidenten Joe Biden zum Beginn des Truppenabzugs aus Afghanistan ab dem 1. Mai 2021 zur Kenntnis genommen. Formal gilt weiterhin das unter US-Präsident Donald Trump mit den Taliban geschlossene Abkommen, das einen Abzug aller internationalen Truppen schon zum 1. Mai vorsah. Jetzt steht zu befürchten, dass die Taliban auf den späteren Abzug wieder mit Gewalt gegen die internationalen Truppen im Land reagieren werden.

Vor diesem Hintergrund fordern wir Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer auf, alles zu unternehmen, um den Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten in jeder Phase des Abzuges zu gewährleisten.

Nach 20 Jahren wird das Mandat ‚Resolute Support‘ beendet. Die NATO-Mitglieder haben zugesagt, den Truppenabzug geordnet, koordiniert und überlegt durchzuführen. Das bedeutet, dass das Motto ‚Gemeinsam rein – gemeinsam raus‘ für alle gilt und nicht der Letzte einsam das Licht ausmacht. Wir dürfen keine weiteren Verluste durch Anschläge der Taliban riskieren. Jetzt ist die Verteidigungsministerin zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen am Zug, einen gesicherten Abzug in die Wege zu leiten. Der Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten hat für uns oberste Priorität.“