O-Ton von Ulrich Kelber

"Es ist an der Zeit, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel Wirtschaftsminister Philipp Rösler die Zuständigkeit für die Energiepolitik entzieht.

Überall dort, wo das Bundeswirtschaftministerium unmittelbare Arbeit zu erledigen hätte, geht es nicht voran. Der Netzausbau stockt, die Energieeffizienz hat Rösler in Brüssel ausgebremst und es gibt kein Konzept, wie die Versorgungssicherheit gewährleistet werden soll.

Stattdessen verliert sich der Minister in einem dauernden parteipolitischen Kreuzzug gegen die dezentralen erneuerbaren Energien. Besonders pikant: Bei der einzigen Form erneuerbarer Energien für die sich die großen Energiekonzerne interessieren, der Windkraft auf dem offenen Meer, erfüllt er den Energiekonzernen einen milliardenschweren Sonderwunsch nach dem anderen.

Es ist richtig, dass Bundesministerin Aigner unsere Position übernimmt und die Abwälzung von Risiken der Netzanbindung auf die Verbraucherinnen und Verbraucher ablehnt. Wir erwarten von ihr, dass sie bei dieser neu gewonnen Einsicht bleibt und keine Rückzieher macht."