Statement von Hubertus Heil

Gute Wirtschaft für Zukunftsinvestitionen nutzen

Die so genannten Wirtschaftsweisen haben ihr Jahresgutachten präsentiert. SPD-Fraktionsvize Heil kann nicht allen Befunden zustimmen und betont, was nun zu folgen hat.

Hubertus Heil, MdB

„Der von den Sachverständigen attestierte Mangel an Reformbereitschaft ist nicht erkennbar: Wir haben den Arbeitsmarkt reformiert und den Mindestlohn eingeführt. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz haben wir gleich zwei Mal reformiert und damit Förderprämien abgebaut, die Strompreisdynamik gebremst und die erneuerbaren Energien deutlich näher an den Markt herangeführt. Wir haben eine Einigung bei der Reform der Bund-Länder-Finanzbeziehungen erreicht und stehen davor, die Finanzierung des Bildungssystems grundlegend zu verbessern. Die heute veröffentlichten Arbeitslosenzahlen bestätigen den Kurs der Großen Koalition: Die Arbeitslosenquote liegt auf dem tiefsten Wert seit 25 Jahren!

Positiv hervorzuheben ist, dass auch die Wirtschaftsweisen die zentrale Bedeutung eines leistungsfähigeren Bildungssystems für die wirtschaftliche Entwicklung benennen. Allerdings reicht das von den Sachverständigen geforderte verpflichtende Vorschuljahr alleine nicht aus. Wir brauchen ein umfassendes Schulmodernisierungsprogramm und einen Rechtsanspruch für Ganztagsplätze für alle Grundschülerinnen und -schüler.

Richtig ist auch, dass man die gute wirtschaftliche Entwicklung nun für Zukunftsinvestitionen nutzen sollte – in Bildung, Infrastruktur und in Forschung und Entwicklung. Die Überschrift „Zeit für Investitionen“ wäre sicher passender gewesen.“

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      640

      In ihrem Herbstgutachten gehen die Wirtschaftsweisen für das kommende Jahr von einem weiterhin soliden Wirtschaftswachstum aus. Wir müssen jetzt die richtigen Weichen stellen, damit Deutschland auch in den kommenden Jahren wirtschaftlich erfolgreich, aber auch sozial gerecht bleibt, sagt Bernd Westphal.

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      607

      In Deutschland gibt es nach den Erkenntnissen des sechsten nationalen Bildungsberichts immer noch keine Chancengleichheit und keinen Ein- und Aufstieg durch Bildung für alle. Mehr Investitionen in Schulen für finanzschwache Kommunen sind bitter notwendig. Bund und Länder wollen das Kooperationsverbot hier endlich aufbrechen. Damit wird ein wichtiger Beitrag für mehr Bildungsgerechtigkeit möglich, erklärt Ernst Dieter Rossmann.

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      575

      Die Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute sagt ein stabiles Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent im laufenden Jahr und von 1,4 Prozent im kommenden Jahr voraus. Der anhaltende Beschäftigungsaufbau und der Konsum tragen diesen Aufschwung. Die Unternehmensinvestitionen sind jedoch leicht rückläufig. Externe Risiken sind die auch weiterhin noch nicht vollständige Erholung der Konjunktur in den Schwellenländern und Exportrückgänge nach der Brexit-Entscheidung der britischen Bevölkerung. Diesen Risiken müssen wir mit Maßnahmen für mehr Investitionen entgegenwirken, erklärt Bernd Westphal.

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      487

      Die Meldungen über Milliardenüberschüsse im ersten Halbjahr sollten zu keinen steuerpolitischen Schnellschüssen führen. Klar ist aber auch: Wenn die Kassenlage so positiv bleibt, wäre es auch ungerecht gegenüber der jüngeren Generation, wenn wir auf notwendige Investitionen in Bildung und Infrastruktur verzichteten. Außerdem müssen wir Familien und die arbeitende Mitte entlasten, vorzugsweise bei den Sozialabgaben, erklärt Johannes Kahrs.

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      426

      Der Haushaltsentwurf 2017 setzt das Solidarprojekt von Sigmar Gabriel und der SPD-Bundestagsfraktion um. Das bedeutet zusätzliche Investitionen in den sozialen Zusammenhalt, und in die Infrastruktur. Das Thema innere Sicherheit und die Verbesserung der Situation von Alleinerziehenden werden für die SPD-Bundestagsfraktion Schwerpunkte der parlamentarischen Beratungen werden. Hier hätte der Entwurf von Finanzminister Schäuble noch mutiger sein müssen, erklären Carsten Schneider und Johannes Kahrs.

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      285

      Mit dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf für ein DigiNetz-Gesetz sollen die Kosten für den weiteren Glasfaserausbau drastisch sinken. Auch sonst setzt die Koalition ihr Maßnahmenpaket für einen flächendeckenden Breitbandausbau konsequent um. Voraussichtlich bis Ende des Jahres werden die vorgesehenen Fördermittel des Bundes in Höhe von zwei Milliarden Euro vergeben sein, die zusätzliche Milliardeninvestitionen ermöglichen, sagt Martin Dörmann.