„Es ist gut, dass mit den Messungen des Kraftfahrt-Bundesamtes jetzt eine verlässliche Bewertung des Ausmaßes der Abgasmanipulation vorliegt. Damit haben wir jetzt endlich ein Gesamtbild über alle betroffenen Dieselauto-Hersteller in Deutschland und Europa.
Offensichtlich gibt es jetzt auch Unregelmäßigkeiten beim italienischen Hersteller Fiat. Fiat darf sich hier nicht wegducken und muss die weiteren Untersuchungen des Kraftfahrt-Bundesamtes vollumfänglich unterstützen.
Es ist unglaublich, dass fast alle deutschen Hersteller bei der Auslegung der europäischen Vorgaben für die Abgasreinigung getrickst und getäuscht haben. Die freiwillige Rückrufaktion der betroffenen Fahrzeuge in Deutschland muss umgehend beginnen.
Sollte das Kraftfahrt-Bundesamt bei der Wirksamkeit der Rückrufaktion in Deutschland Probleme feststellen, muss es zu weiteren Konsequenzen kommen. Gleichzeitig erwarten wir, dass sich alle europäischen Hersteller in den Nachbarstaaten ebenfalls an der Rückrufaktion beteiligen. Hier fehlen noch notwendige Vereinbarungen mit den ausländischen Behörden.
Wir erwarten, dass Volkswagen nicht nur die manipulierten Fahrzeuge zurückruft, sondern den deutschen Kunden weitere Angebote macht“, erklärt SPD-Fraktionsvize Sören Bartol.