Statement von Ursula Schulte

Eine Diabetesstrategie muss Maßnahmen enthalten, die eine gesunde Ernährung erleichtern und das Lebensmittelangebot verbessern. Dazu muss auch die Lebensmittelwirtschaft in die Pflicht genommen werden. Hierzu war mit der Union kein Konsens möglich, kritisiert die ernährungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Ursula Schulte.

„Eine Diabetesstrategie zur Förderung der Gesundheit und Prävention in Deutschland muss auch Maßnahmen enthalten, die eine gesunde Ernährung erleichtern und das Lebensmittelangebot verbessern. Denn Diabetes und Ernährung gehören zusammen. Dazu muss auch die Lebensmittelwirtschaft in die Pflicht genommen werden. Hierzu war mit der Union kein Konsens möglich.

Gerade bei Kindern ist eine gesunde Ernährung aber die wichtigste Präventionsmaßnahme. Wir wollen gesunde Produkte für gesunde Kinder. Es muss Schluss sein mit sogenannten Kinderlebensmitteln, die vor allem eins sind, nämlich süß. Die WHO-Nährwertprofile für ausgewogene Produkte mit ihren Obergrenzen für Zucker, Fett und Salz müssen verbindlich werden für Kinderlebensmittel. An Kinder gerichtete Werbung für ungesunde Produkte muss unterbunden werden. Und die Lebensmittelwirtschaft muss entsprechend den Empfehlungen der Krankenkassen zur Halbierung des Zuckergehaltes in gesüßten Getränken verpflichtet werden.

Wir erwarten, dass die Bundesregierung den Prüfauftrag hinsichtlich einer verbindlichen Zuckerreduktion ernst nimmt und die Stimmen der Krankenkassen, von Ärztinnen und Ärzten und wissenschaftlichen Fachverbänden dazu entsprechend würdigt. Um sich gesund ernähren zu können, brauchen Kinder endlich auch eine Lobby am Kabinettstisch.

Die Union muss sich fragen lassen, wessen Interessen sie vertritt.“