Statement von Axel Schäfer

Britisches Parlament bekommt Brexit-Mitspracherecht

Eigentlich hatte sich die britische Premierministerin Theresa May ihren Zeitplan schon gesetzt: Spätestens Ende März liegt das Austrittsgesuch bei der EU auf dem Tisch und dann wird zwei Jahre lang über den Brexit verhandelt. Doch das Hohe Gericht in London gab nun einer Klage statt, mit der die britischen Abgeordneten ein Mitspracherecht gefordert hatten. Ein Sieg für die parlamentarische Demokratie, kommentiert der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Axel Schäfer:

Axel Schäfer, MdB, am Rednerpult

„Die Entscheidung des Londoner Gerichts ist ein Sieg für die parlamentarische Demokratie in Großbritannien. Der Ignoranz der britischen Brexit-Regierung um Theresa May ist nun ein Riegel vorgeschoben worden. Eine solch folgenreiche Entscheidung am Parlament vorbei schleusen zu wollen, wurde nun zum Glück vom Gericht gestoppt.

Jetzt heißt es Farbe bekennen: Labour-Abgeordneten und Liberalen stände es gut zu Gesicht, nun in den parlamentarischen Beratungen Nein zu einem unheilvollen Austritt des Landes aus der EU zu sagen.“

    • Statement von Axel Schäfer

      Die Brexit-Befürworter Boris Johnson und Nigel Farage zeigen laut SPD-Fraktionsvize Schäfer mit ihren Rückzügen, dass es ihnen nicht um das Land geht. Schäfer fordert weitere Konsequenzen.

    • Interview

      SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann spricht im Interview mit Rasmus Buchsteiner unter anderem über den Brexit und seine Konsequenzen. Er erklärt, warum der Austritt Großbritanniens aus der EU "eine Ernüchterung für Europa, aber nicht das Ende der Europäischen Union" ist und warum er weitere Nach- und Bleibeverhandlungen ablehnt.