„Ich bedaure und respektiere die Entscheidung von Joachim Gauck. Joachim Gauck ist ein hervorragender Bundespräsident. Nach der ersten vergeblichen Kandidatur 2010 hat er das Amt des Bundespräsidenten 2012 in einer schwierigen Zeit übernommen. Er hat dem Amt Würde und Gewicht gegeben und ist zu einer Identifikationsfigur für alle Bürgerinnen und Bürger geworden. Unermüdlich wirbt er dafür, Freiheit und Demokratie nicht als Selbstverständlichkeit zu nehmen, sondern sie zu schützen und zu gestalten. Er ermutigt und motiviert die Menschen, sich in die öffentlichen Angelegenheiten als aktive Bürger einzubringen. Ich bin sicher: Bis zum Ende seiner Amtsperiode und auch danach wird er uns als engagierter Verfechter einer weltoffenen Gesellschaft erhalten bleiben.

Weder die SPD noch die Union hat eine Mehrheit in der Bundesversammlung. Deshalb müssen jetzt in Ruhe und mit dem notwendigen Respekt vor dem Amt Gespräche mit allen Beteiligten geführt werden. Wir leben in komplizierten Zeiten. Angesichts der Herausforderungen durch die Globalisierung, der Flüchtlingssituation und der Krise Europas muss auch der nächste Bundespräsident oder die nächste Bundespräsidentin den Menschen Orientierung geben und Brücken bauen.“