Dirk Wiese, zuständiger Berichterstatter:

Der Klimawandel und damit einhergehender Schädlingsbefall sowie Brände setzen den deutschen Wäldern extrem zu. Mittlerweile sind dieses und letztes Jahr 180.000 Hektar Wald verloren gegangen und rund 105 Millionen Festmeter Schadholz angefallen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat anlässlich des heutigen Nationalen Waldgipfels Eckpunkte vorgestellt, wie mit dieser Herausforderung umgegangen werden soll. Dabei finden sich etliche Forderungen der SPD-Bundestagsfraktion wieder.

„Wälder erfüllen viele Funktionen. Sie sind Orte der Artenviefalt, Wirtschaftsfaktor und vor allem Klimasenke. Ohne sie würden die deutschen Treibhausgase um weitere 14 Prozent steigen. Es ist erfreulich, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium die dramatische Lage der deutschen Wälder erkannt und wichtige Punkte des auf SPD-Initiative entstandenen Koalitionsantrags zur Waldhilfe aufgenommen hat. Wir sind uns einig, dass die Wälder dem Standort und dem Klima angepasst umgebaut werden müssen. Dafür müssen Schadflächen zügig beräumt und Neuanpflanzungen effektiv vor Wildtieren geschützt werden. Gerade auch private Waldbesitzer mit Flächen mit bis zu 50 Hektar benötigen gute Beratung sowie effektive und schnelle Hilfe.

Hierbei sind auch die Bundesländer in der Pflicht, ausreichendes und qualifiziertes Personal vorzuhalten. Bei der Finanzierung all dieser Maßnahmen bedarf es größerer Flexibilität. Denn das Geld ist vorhanden. So haben Bund und Länder in den letzten vier Jahren über 440 Millionen Euro des Gesamtbudgets der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz liegen gelassen. Zwei Drittel dieser nicht verausgabten Mittel sollten automatisch in einen Waldfonds und damit in die Gesundung unserer Wälder fließen, bevor sie verfallen.“