Anlässlich der Anhörung "Spekulationen mit agrarischen Rohstoffen verhindern" des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erklärt die zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion Rita Schwarzelühr-Sutter:

Finanzmarktakteure spekulieren mit Agrarrohstoffen. Dies verschärft die Preisschwankungen für Grundnah­rungsmittel. Damit die Landwirte wieder mehr am Agrarmarkt beteiligt werden und ihre Interessen an Relevanz gewinnen, fordern wir eine wirksame Regu­lierung der Agrarrohstoffmärkte, fordert Rita Schwarzelühr-Sutter.

 

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert mehr Transparenz auf den Warenterminbörsen. Wir wollen Meldepflichten für Kontrakte und die wöchentliche Veröffentlichung der Transaktionen. Agrarrohstoffe müssen möglichst über Börsen gehandelt werden, Kontrakte müssen mit Sicherheiten unterlegt werden. Die Aufsicht und Kontrolle muss verstärkt werden. Ein Transaktionssteuersystem würde die Agrarrohstoffmärkte entschleunigen.

 

Damit die Landwirte wieder mehr am Agrarmarkt beteiligt werden und ihre Interessen an Relevanz gewinnen, fordern wir eine wirksame Regulierung der Agrarrohstoffmärkte. Finanzmarktakteure spekulieren mit Agrarrohstoffen. Dies verschärft die Preisschwankungen für Grundnahrungsmittel. Darunter leiden die Landwirte, die Ernährungsindustrie und die Ärmsten der Armen der Welt. Spekulation mit Agrarrohstoffen verschäft den Hunger in der Welt. Planungssicherheit muss wieder hergestellt werden.

 

Deshalb müssen Warenterminbörsen wieder die Marktrealitäten abbilden, also Angebot und Nachfrage zusammen führen. Warenterminbörsen waren ein Instrument des Risikomanagements für Landwirte und Ernährungsindustrie. Das müssen sie wieder werden.