Eva Högl, stellvertretende Vorsitzende;
Michaela Engelmeier, sportpolitische Sprecherin;
Dagmar Freitag, zuständige Berichterstatterin:

Heute berät der Deutsche Bundestag den Gesetzentwurf für ein Anti-Doping-Gesetz. Es soll ein eigenständiges Anti-Doping-Gesetz geschaffen werden mit dem Ziel, Doping im Sport effektiver zu bekämpfen. Damit wird die Dopingbekämpfung in Deutschland grundlegend neu geregelt.

„Sport hat große gesellschaftspolitische Bedeutung. Im Sport werden Werte wie Fairness, Teamgeist und Einsatzbereitschaft gelebt. Doping ist Betrug, zerstört den sportlichen Wettbewerb und verhindert Fairness sowie Chancengleichheit. Die SPD-Bundestagsfraktion hat im Koalitionsvertrag verankern können, dass weitergehende strafrechtliche Regelungen beim Kampf gegen Doping und Manipulation im Sport geschaffen werden.

Nun starten die parlamentarischen Beratungen für ein Anti-Doping-Gesetz, das den fairen organisierten Wettkampf im Leistungssport, die Integrität des Sports sowie die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler schützt. Erstmals bündelt eine Rechtsgrundlage die unterschiedlichen Maßnahmen im Kampf gegen Doping und formuliert neue Regelungen, insbesondere neue Straftatbestände.

Damit können betrügende Doperinnen und Doper im Leistungssport sowie die Hinterleute und kriminelle Banden endlich zur Rechenschaft gezogen werden, ihnen drohen Freiheits- oder Geldstrafen. Das Gesetz ist eine wichtige Etappe im Kampf gegen Doping und Manipulation. Das nächste Projekt folgt mit einem Gesetz gegen Spielmanipulation - zum Schutz der Integrität des Sports.

Diese gesetzlichen Rahmenbedingungen bilden in Kombination mit einer verbesserten finanziellen Förderung und mehr Prävention die Grundlage für einen erfolgreichen und integeren Spitzensport in Deutschland.

Mit einem modernen Anti-Doping-Gesetz ist Deutschland gut aufgestellt und bestens vorbereitet für seine Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele 2024 in Hamburg.“