Die Kulturstiftung des Bundes leistet eine unverzichtbare Aufgabe. Sie fördert innovative Projekte und Programme, die beispielhaft sind, sagt Siegmund Ehrmann. Die SPD-Bundestagsfraktion erinnert zum zehnjährigen Bestehen daran, dass die Stiftung vom damaligen Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin ins Leben gerufen wurde. Das Jubiläum sollte Anlass sein, diese wichtige Arbeit stärker zu unterstützen.
Wenn es die Kulturstiftung des Bundes nicht gäbe, müsste man sie erfinden. Glücklicherweise hat das der damalige Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin vor zehn Jahren bereits getan. Den Vorschlag, eine deutsche Nationalstiftung zu gründen, unterbreitete 1973 erstmals Bundeskanzler Willy Brandt. Er nahm damit einen Impuls von Günter Grass auf. Mit dieser Stiftung sollte ein kulturell begründetes Nationalbewusstsein belegt werden, gleichzeitig aber auch ein weltoffenes und modernes Verständnis von Kunst und Kultur der Bundesrepublik.
Diese Idee hat sich bewährt. Die Kulturstiftung des Bundes leistet eine unverzichtbare Aufgabe. Sie fördert innovative Projekte und Programme, die aufgrund ihrer Bedeutung nationale und internationale Strahlkraft besitzen und beispielhaft sind. Sie erfüllt damit eine wichtige Funktion zur Förderung von Projekten im Bereich des interkulturellen Dialogs, der freien und kreativen Szene, aber auch des Entstehens neuer Ansätze der Kooperation kultureller Strukturen im Spektrum zwischen Bildung, soziale Stadt und demografischer Wandel.
Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung auf, bei der Aufstellung des Haushalts für 2013 mehr Mittel für die Kulturstiftung des Bundes vorzusehen, damit diese gemäß ihres Auftrages mehr Projekte, insbesondere im Bereich der kulturellen Bildung, der Soziokultur (über den Fonds Soziokultur), der Interkultur und im ländlichen Raum unterstützen und fördern kann. Das Jubiläum sollte Anlass sein, diese wichtige Arbeit im Haushalt stärker zu unterlegen.