Elvira Drobinski-Weiß, stellvertretende Sprecherin der AG Ernährung und Landwirtschaft;
Jeannine Pflugradt, zuständige Berichterstatterin:

Das Bundeskabinett hat heute nach schier endlosem Ringen das neue EU-Programm zur Abgabe von Obst, Gemüse und Milch an Schulen und Kindertagesstätten freigegeben. Damit schließt es die langwierigen Verhandlungen auf europäischer Ebene ab, beide existierende Schulprogramme zusammenzulegen. Die Europäische Union investiert insgesamt rund 250 Millionen Euro in allen teilnehmenden Mitgliedsstaaten. Das Ziel ist es, Kinder und Schüler ausgewogenes Ernährungsverhalten nahezulegen, und sie für landwirtschaftliche Prozesse zu sensibilisieren.   

„Wir begrüßen es sehr, dass der Weg endlich frei ist, die Programme der Europäischen Union zur ausgewogeneren Ernährung an Schulen in den Mitgliedsstaaten zusammenzulegen. Das EU-Programm allein ist sicherlich nicht ausreichend, um das Gesamtproblem von Übergewicht und Fettleibigkeit in den Griff zu bekommen, aber ein wichtiger Baustein.

Das Schulfruchtprogramm (Obst, Gemüse) der Europäischen Union soll gesundheitsförderliches Ernährungsverhalten bei jungen Schülern unterstützen und wird in Deutschland von mittlerweile 9 Bundesländern an Schulen angeboten. Die Abgabe von Milch wird von 14 Bundesländern angenommen. Zum Schuljahr 2017/18 stehen für Deutschland mindestens 29 Millionen Euro aus Brüssel bereit. Das neue Landwirtschaftserzeugnisse-Schulprogrammgesetz soll noch im Oktober dieses Jahres in Kraft treten, damit den interessierten Bundesländern eine rechtliche Grundlage für die Planungen und Meldungen bezüglich der Teilnahme geschaffen wird. 

Die SPD-Bundestagsfraktion wird sich weiterhin vehement dafür einsetzen, dass jedes Kind in Deutschland einen Zugang zu einer ausgewogenen Ernährung bekommt. Das neue EU-Schulobst- und -milchprogramm ist ein gutes Begleitpaket.“