Sanae Abdi, entwicklungspolitische Sprecherin:

Die aktuellen Zahlen zur Entwicklungsfinanzierung zeichnen ein alarmierendes Bild. In einer Zeit wachsender Krisen würden weitere Kürzungen den Anspruch verlässlicher Partnerschaften ernsthaft beschädigen.

„Die von der OECD veröffentlichten Zahlen senden ein verheerendes Signal an unsere Partnerländer und werfen uns um ein Jahrzehnt zurück. Dass Deutschland in absoluten Zahlen zum größten Geber aufgestiegen ist, ist kein Ausdruck besonderer Verlässlichkeit, sondern vor allem darauf zurückzuführen, dass andere Geberländer ihre Mittel noch stärker kürzen. Wer das als globale Führungsrolle interpretiert, verkennt die Tatsachen.

In Zeiten zunehmender Kriege und Krisen braucht es mehr Entwicklungszusammenarbeit, nicht weniger. Weitere Kürzungen ließen den Begriff verlässliche Partnerschaften zur Worthülse verkommen.“