Zum Ergebnis des Ausschusses für regionale Entwicklung des Europäischen Parlaments erklärt der tourismuspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Hans-Joachim Hacker:

Der Ausschuss für regionale Entwicklung des Europäischen Parlaments hat entschieden, dass über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kleinere und nachhaltige touristische Infrastrukturprojekte förderfähig sind.

Der Tourismus in ländlichen Regionen ist vor allem durch kleine und mittelständische Unternehmen geprägt. Für ländliche Räume ist dieser oft unterschätzte Wirtschaftszweig ein zentrales Zukunftsthema, in dem enormes Entwicklungspotenzial steckt. In Deutschland finden schon jetzt zwei Drittel aller Übernachtungen und mehr als 40 Prozent der Tagesreisen in ländlichen Räumen statt. Immer mehr Menschen suchen die naturnahe Erholung. Um die touristische Entwicklung der ländlichen Räume zu fördern, muss die geeignete Infrastruktur geschaffen und erhalten werden. In der laufenden Förderperiode konnten viele Projekte aus den Fonds EFRE, ESF und ELER unterstützt werden.

Der Erste Entwurf der Europäischen Kommission für die neue Förderperiode (2014 bis 2020) sah eine Förderung des Tourismus in der Formulierung der Verordnung nicht mehr vor. Die SPD-Bundestagsfraktion hatte sich in den Diskussionen um die neue EU-Förderperiode für eine Aufnahme einer Formulierung, die den Tourismus wörtlich benennt, in die Verordnung zur Förderung der Regionalen Entwicklung stark gemacht.

Der Ausschuss für Regionale Entwicklung des Europäischen Parlamentes hat nun entschieden, dass nachhaltige touristische Infrastrukturprojekte auch in der neuen Förderperiode förderfähig sein sollen. Das ist ein gutes Zeichen nicht nur für die touristische Entwicklung in Deutschland, sondern für alle Staaten der EU, die hauptsächlich vom Tourismus leben.

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