Frank Schwabe, menschenrechtspolitischer Sprecher:

Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften hat heute den Weltkatastrophenbericht 2018 vorgestellt und festgestellt, dass Millionen Menschen in Not keine Hilfe erhalten.

„In Anbetracht der erschreckenden Zahlen des Weltkatastrophenberichts 2018 muss die internationale Hilfe ausgebaut und verstetigt werden. Der Deutsche Bundestag hat in den vergangenen Jahren die Mittel für die humanitäre Hilfe bereits deutlich erhöht. Das weltweite Leid von Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Naturkatastrophen muss dennoch einen stärkeren Niederschlag im neuen Bundeshaushalt finden und eine stetige und gezielte humanitäre Hilfe ermöglichen.

Das Deutsche Rote Kreuz erklärt, dass zahlreiche Menschen in Not nur durch lokale Helferinnen und Helfer erreicht werden. Daher sei es von enormer Bedeutung, lokale Hilfsorganisationen gezielt zu stärken. Das Internationale Rote Kreuz rechnet in seinem Bericht damit, dass rund 40 Millionen Menschen von internationalen Hilfsmaßnahmen nicht erreicht werden. Der Bericht stellt weiter fest, dass in den vergangenen zehn Jahren weltweit allein 827 Millionen Menschen von extremer Hitze und Dürren sowie weitere 730 Millionen von Überschwemmungen betroffen waren. Daher sei es notwendig, auf der Basis von Extremwettervorhersagen und definierten Schwellenwerten bereits humanitäre Hilfe zu leisten, bevor Katastrophen eintreten.“