Anlässlich der Beteiligung am öffentlichen Konsultationsverfahren über ein zukünftiges EU-Programm Kultur ab 2013 erklärt die zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion Brigitte Zypries:

Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich nachdrücklich dafür ein, dass das erfolgreiche EU-Förderprogramm für die Kultur auch nach 2013 fortgesetzt wird. Brigitte Zypries weist darauf hin, dass es zukünftig auch für Einzelpersonen möglich sein sollte, Förderanträge im Rahmen des EU-Programms Kultur zu stellen.

 

Das erfolgreiche EU-Förderprogramm für die Kultur soll auch nach 2013 fortgesetzt werden - dafür setzen wir uns nachdrücklich ein.

 

In einer Stellungnahme der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion zum Konsultationsverfahren der EU-Kommission haben wir auf die Punkte hingewiesen, die im neuen Programm verbessert werden sollten. Dazu gehört, dass es künftig auch für Einzelpersonen möglich sein muss, Förderanträge zu stellen. Geprüft werden soll auch, ob durch ein vereinfachtes, zweistufiges Antragsverfahren bestehende Hemmnisse gerade für kleinere Akteure im Hinblick auf die bisher einzureichenden, oftmals sehr umfangreichen Unterlagen für einen Vollantrag abgebaut werden können.

 

Für uns ist wichtig, dass weiterhin neben den großen, etablierten Festivals mit europäischer Dimension und hoher Ausstrahlungskraft auch kleinere, innovative und kreative Akteure und Initiativen die Chance auf Förderung bekommen, um sich etablieren zu können.

 

Neben der Umsetzung der UNESCO-Konvention zum Schutz und zum Erhalt der kulturellen Vielfalt sollte auch die Kultur- und Kreativwirtschaft mit ihren Potenzialen und Herausforderungen stärker in den Blick genommen werden, insbesondere hinsichtlich der sozialen und wirtschaftlichen Situation vieler Kulturschaffender und Kreativer sowie durch die Digitalisierung.

 

Das neue europäische Kulturprogramm muss die Förderung der Kultur insgesamt stärker als Querschnittsaufgabe formulieren, um die mit der Förderung von Kultur befassten Ressorts der EU-Kommission besser miteinander zu vernetzen und Transparenz zu schaffen.

 

Mit unserer Stellungnahme zeigen wir, wie wichtig uns Europa und die europäische Kulturpolitik und -förderung ist. Nur dann, wenn die Menschen die Vorteile von europäischer Politik erleben können, wird Europa für sie greifbar und bedeutsam - dazu muss auch das EU-Kulturprogramm einen Beitrag leisten.