Simone Raatz, zuständige Berichterstatterin:

Die Große Koalition hat heute den Gesetzentwurf für die geplante Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes auf den Weg gebracht und in 1. Lesung im Deutschen Bundestag debattiert. Durch die Gesetzesänderung werden wir künftig die Arbeitsbedingungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler deutlich verbessern.

„Die von der SPD-Bundestagsfraktion gemeinsam mit dem Koalitionspartner auf den Weg gebrachte Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes wird in Zukunft zu deutlichen Verbesserungen der Arbeitsverhältnisse unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler führen.

Mit der anstehenden Gesetzesänderung werden wir unsachgemäße Kurzbefristungen unterbinden und die Qualifizierung junger Menschen stärker in den Fokus rücken. So müssen sich künftig die Vertragslaufzeiten in der Promotions- und Postdoc-Phase an das Qualifizierungsziel richten.

Weiterhin werden wir mit der anstehenden Gesetzesänderung Drittmittelbefristungen an die Dauer der Projektlaufzeit koppeln. Damit wird sichergestellt, dass bei einem für drei Jahre bewilligten Projekt auch der Vertrag über den gesamten Zeitraum abgeschlossen wird.

Das nicht-wissenschaftliche Personal wird künftig nicht mehr vom Geltungsbereich des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes umfasst. Laborassistenten oder Techniker, die Forschungsgeräte warten, erfüllen überwiegend Daueraufgaben, die auch mit Dauerstellen zu besetzen sind."