Der heute veröffentlichte Bericht „Wie leben Kinder in Deutschland“ zeigt auf, dass in Deutschland jedes sechste Kind arm ist und noch mehr Kinder von Armut bedroht sind. Diese aktuellen Zahlen belegen den dringenden Handlungsbedarf. Das gilt besonders für den Ausbau der Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur. Arme Familien und Alleinerziehende müssen monatlich mehr Geld zur Verfügung haben, erklärt Hilde Mattheis.
Jedes sechste Kind in Deutschland ist arm und noch mehr sind von Armut bedroht. Diese aktuellen Zahlen zeigen den dringenden Handlungsbedarf. Das gilt besonders für den Ausbau der Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur. Arme Familien und Alleinerziehende müssen monatlich mehr Geld zur Verfügung haben.
Wir brauchen vor allem eine Arbeitsmarktpolitik, die Armut vermeidet. Ein gesetzlicher Mindestlohn kann verhindern, dass Menschen arm sind, obwohl sie arbeiten. Kinderarmut bedeutet immer auch Familienarmut. Deshalb ist die wirksamste Strategie gegen Kinderarmut, jedes Elternteil in eine existenzsichernde Beschäftigung zu bringen und alle Kinder und Jugendlichen bestmöglich zu qualifizieren. Nichts verringert das Armutsrisiko so gut wie ein hoher Bildungsgrad.
Das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung muss deshalb auch ergänzt werden und in Richtung eines Rechtsanspruchs auf gebührenfreie, ganztägige vorschulische und schulische Bildung und Betreuung mit Mittagessen und Förderunterricht, ausgebaut werden. Das Bildungspaket von Ministerin von der Leyen in seiner heutigen Form reicht nicht aus, um Kinderarmut wirksam zu bekämpfen.
Die SPD fordert seit Langem, den Kinderzuschlag weiterzuentwickeln und den Kinderfreibetrag so umzustellen, dass Gutverdiener nicht weiter bevorteilt werden.
Die AG Verteilungsgerechtigkeit der SPD-Bundestagsfraktion hat sich im April 2011 intensiv mit Kinderarmut in Deutschland auseinander gesetzt. Die Dokumentation des Fachgesprächs finden Sie unter: https://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_datei/0,,14930,00.pdf
Wege aus der Kinderarmut