Frank Schwabe, Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe:

Seit 2002 erinnert der „Red Hand Day“ an das Schicksal von Kindersoldaten. Trotz bereits erzielter Erfolge gibt es noch immer etwa 250 000 Kindersoldaten weltweit.

„In vielen Krisenregionen der Welt werden Kinder in den Krieg geschickt, ob in Syrien, im Jemen, Somalia oder Sudan. Der Einsatz von Kindersoldaten ist zutiefst unmenschlich und ist durch das Zusatzprotokoll der UN-Kinderrechtskonvention geächtet.

Kinder, die unmittelbar Kriegserfahrungen ausgesetzt wurden, sind oft zutiefst traumatisiert. Dies gilt auch für viele Kinder, die in den vergangenen Jahren aus Bürgerkriegsländern nach Deutschland flüchten konnten. Sie bedürfen unserer Unterstützung und psychotherapeutischer Hilfe, um traumatische Gewalt zu überwinden, tatsächlich eine Chance auf gesellschaftliche Integration und ein geregeltes Leben ohne Ängste zu erhalten.“