Zur Einbringung des Gesetzentwurfes zur Dopingbekämpfung im Sport erklären die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Christine Lambrecht, der sportpolitische Sprecher Martin Gerster sowie die zuständige Berichterstatterin Dagmar Freitag:

Die SPD-Bundestagsfraktion macht mit dem Entwurf eines eigenständigen Anti-Doping-Gesetzes (ADG) eine klare Ansage: Uns ist es ernst mit einem konsequenten und glaubwürdigen Kampf gegen Doping.

Wir unterstützen und fördern Werte des Sportes wie Fairness und Respekt. Doping zerstört diese Werte, täuscht die Mitstreitenden im Wettkampf, täuscht die Öffentlichkeit und gefährdet die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler. Wir wollen die sauberen Sportlerinnen und Sportler schützen. Dafür brauchen wir, wie im Übrigen auch von Athletinnen und Athleten öffentlich gefordert, wirkungsvolle strafrechtliche Instrumente.

Die bisherigen Regelungen im Arzneimittelgesetz, einschließlich der von der Bundesregierung angestrebten Änderungen, reichen hier nicht annähernd aus. Der nun vorliegende Gesetzentwurf bietet den Strafverfolgungsbehörden endlich effektive Möglichkeiten in der Verfolgung von Dopingbetrug und der Aufdeckung von kriminellen Netzwerken im Hintergrund.

Mit dem ADG wird Doping dahin gestellt, wohin es gehört: ins Abseits.

Der Gesetzentwurf sieht unter anderem vor:

  • Erweiterte Strafvorschriften gegen den Vertrieb und die Abgabe von Dopingmitteln; Verbrechenstatbestände namentlich gegen gewerbs- und bandenmäßiges Handeln.
  • Strafbarkeit des Besitzes, des Erwerbs oder der sonstigen Beschaffung von Dopingmitteln.
  • Strafbarkeit des Eigendopings im organisierten Sportwettkampf.
  • Strafbarkeit der Anwendung von Dopingmethoden.
  • Aufklärungs- und Beratungspflichten öffentlicher Stellen über die Gefahren des Dopings.

Die SPD-Bundestagsfraktion steht für einen starken Sport in einer starken Gesellschaft – und das selbstverständlich ohne Doping.