Bundesinnenminister Friedrich stellt mit seiner Forderung nach "temporären Grenzkontrollen" Europa infrage. Die FDP muss ihrem Koalitionspartner jetzt endlich die Grenzen aufzeigen, fordert Christine Lambrecht.

 

Bundesinnenminister Friedrich verliert Europa und die Reisefreiheit in Europa aus den Augen, wenn er den Alleingang der Dänen ausnutzt, um "temporäre Grenzkontrollen" zu fordern. Der deutsche Innenminister muss sich von rechtspopulistischen Forderungen nach Wiedereinführung von Kontrollen distanzieren. Mögliche Flüchtlingsprobleme lassen sich nicht auf diese Weise lösen.

 

Es reicht nicht, dass die FDP mit ihrer Bundesjustizministerin an der Spitze die Wiedereinführung von Grenzkontrollen an der deutsch-dänischen Grenze kritisiert. Vielmehr muss sie jetzt ihren Koalitionspartner und vor allem den Innenminister in die Grenzen verweisen.

 

Das Europa des 21. Jahrhunderts ist ein Europa der offenen Grenzen und der Reisefreiheit. Das ist ein zentraler Bestandteil des Schengener Abkommens. Wenn Dänemark jetzt Grenzkontrollen wieder einführt, klinkt sich das Land aus Europa aus.