Zur dürftigen Bilanz des 22 Millionen teuren BMBF-Förderprogramms „Ausbildungsbausteine erklärt der zuständige Berichterstatter im Haushaltsausschuss Klaus Hagemann:

Sozial benachteiligte Jugendliche und Altbewerber Schritt für Schritt zu einem Berufsabschluss oder in Arbeit bringen, das war das erklärte Ziel der „Ausbildungsbausteine“ des Bundesbildungsministeriums (BMBF). Die Bilanz des vermeintlichen „Vorzeigeprojekts“, die das BMBF jetzt auf Anfrage der SPD-Bundestagsfraktion vorgelegt hat, fällt allerdings kläglich aus.

Bei mehr als der Hälfte der Teilnehmer, um die sich das Bildungsministerium kümmerte, ist dem Ministerium selbst deren späterer Verbleib völlig unbekannt. Von den Jugendlichen, über die das BMBF Kenntnis hat, bricht die Hälfte die Förderung ab. Am Ende der rund 22 Millionen Euro teuren „Ausbildungsbausteine“ stehen so bundesweit gerade einmal 199 Jugendliche, die in Arbeit vermittelt werden konnten.

Immerhin: weitere 836 junge Menschen nahmen nach Programmende wirklich eine Ausbildung auf. Die Zeit in der Maßnahme wird ihnen dabei  entgegen dem ursprünglichen Plan „nur relativ selten“ auf ihre Lehrzeit angerechnet. Offensichtlich fehlte es dazu an der erforderlichen Bund-Länder-Abstimmung.

Mit den Ausbildungsbausteinen hat das Bundesbildungsministerium das Übergangssystem um eine weitere, teure Sackgasse erweitert. Weshalb Ministerin Wanka das Prestigevorhaben nun trotz offenkundigem Misserfolg sogar um eine weitere Förderperiode verlängern möchte, ist unverständlich.