Yasmin Fahimi, zuständige Berichterstatterin:

Für das kommende Ausbildungsjahr 2020 muss ein dramatischer Abbau von Ausbildungsplätzen verhindert werden. Neben den bereits jetzt spürbaren Auswirkungen auf Auszubildende, wie zum Beispiel verschobene beziehungsweise abgesagte Prüfungen, ist das die drängendste Frage, auf die die Allianz für Aus- und Weiterbildung schnell tragfähige Antworten finden muss.

„Die SPD-Bundestagsfraktion fordert nachdrücklich die Aktivierung der Allianz für Aus- und Weiterbildung zur Klärung dringender Fragen. Insbesondere um den Erhalt von Ausbildungsplätzen für das Jahr 2020 zu sichern, bedarf es schneller Entscheidungen. Daher muss Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Sozialpartner schnellstmöglich zu einer Krisensitzung zusammenzurufen. Als zentrale politische Plattform der dualen Ausbildung sind sie die richtigen Ansprechpartner, um gemeinsam Lösungen für die drängendsten Probleme zu vereinbaren.

Vorrang muss dabei die Sicherstellung des Ausbildungsjahres 2020 haben. Alle Allianzpartner sind aufgerufen miteinander die notwendigen Verabredungen zu treffen, um das Schlimmste zu verhindern. Auch ein überbetrieblicher Fonds zur Sicherstellung von Ausbildungsplätzen sollte mit Augenmaß und Verantwortung beraten werden.

Mit Blick auf die Auszubildenden, die aktuell kurz vor ihren Prüfungen stehen, ist zudem zeitnah zu klären, wie mit verschobenen Prüfungen, beziehungsweise ersatzlos abgesagten Zwischenprüfungen, umgegangen werden soll. Auszubildenden dürfen keine Nachteile entstehen. Und Zwischenprüfungen müssen als Prüfungsvoraussetzungen für die Abschlussprüfungen im kommenden Jahr ausgesetzt werden.“