So ließen sich die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen verhindern. „Wenn man jetzt konsequent sparen würde bei den Apotheken und würde die überflüssigen Gewinne abziehen, dann ließe sich damit mindestens eine Milliarde Euro sparen. Damit wären die Zusatzbeiträge, die jetzt von vielen Kassen erhoben worden sind, für zehn Millionen Versicherte, die wären damit abwendbar, und das ist natürlich von schwarz-gelb zu verlangen,“ so Lauterbach.
Auch Gesundheitsexperten sehen laut einer Meldung der ARD ein ähnlich hohes Einsparpotential. Aktuell erhalten die Apotheken für jedes verschreibungspflichtige Medikament, das über ihren Ladentisch geht, pro Packung mindestens 5,80 Euro. Der Gesundheitsökonom Prof. Gerd Glaeske von der Universität Bremen äußerte gegenüber dem ARD-Magazin: „Wenn man das insgesamt betrachtet und fragt, bei welcher Pauschale hätten die Apotheken nach wie vor ein gutes Auskommen, dann haben wir auch in einem Gutachten festgestellt, dass 4,80 Euro ausreichen würden, das wäre immerhin ein Euro weniger als derzeit. Und wenn man es einmal hochrechnet und gleichzeitig hochrechnet, dass damit auch die Einkaufspauschale, die die Apotheker auch noch bekommen, getroffen wird, da sind wir schnell bei einer Milliarde Einsparpotenzial.“