Elvira Drobinski-Weiß, verbraucherpolitische Sprecherin:

Kurze Nutzungszyklen von Produkten erhöhen das Abfallaufkommen und den Verbrauch von Ressourcen und Energie. Das Umweltbundesamt hat jetzt eigene Vorschläge zur Verlängerung der Lebensdauer von Produkten vorgestellt. Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt diese Initiative.

„Geplanter Verschleiß oder frühzeitige Materialermüdung? Verbraucherinnen und Verbraucher sehen da keinen Unterschied. Wenn sie nicht bekommen, was sie glauben zu kaufen, nennen sie das Irreführung oder Betrug. Ihnen wird unnötig Kaufkraft entzogen. Genauso schwerwiegend: wertvolle Rohstoffe, Energie und Arbeitszeit werden vergeudet und die Abfallberge wachsen. Hier gilt es dringend gegenzusteuern.

Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt, dass das Umweltbundesamt die Diskussion zur Kennzeichnung von Produkten fokussiert und Vorschläge für eine Kennzeichnung von Elektrogeräten erarbeitet. Verlässliche Aussagen zur Mindestlebensdauer sind für Kaufentscheidungen ebenso wichtige Informationen wie zum Beispiel die Reparierbarkeit von Geräten, das Vorhandensein von Ersatzteilen oder die Austauschbarkeit von Akkus.

Eine entsprechende Kennzeichnung ist eindeutig ein Wettbewerbsvorteil; nachhaltige Produktion muss sich wieder lohnen.“