Kirsten Lühmann, Sprecherin für Verkehr und digitale Infrastruktur:
Das Europaparlament verabschiedet heute die Richtlinie für den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe. Wenn im Juni der Rat noch seine Zustimmung gegeben hat, ist der Weg frei, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.
„Nachdem sich die Länder der EU im vergangenen Jahr auf einen europaweit genormten Stecker für Elektrofahrzeuge geeinigt hatten, könnten Fahrzeugführende zukünftig an jeder Ladesäule ohne lästige Adapter Strom tanken – wenn es ausreichend Ladestationen geben würde.
Die Fahrzeugindustrie bietet bereits eine breite Palette von leistungsstarken Fahrzeugen mit alternativen Antrieben mit und ohne Elektromotor an. Im Komfort stehen diese Modelle den herkömmlichen Benzin- und Dieselmotoren in nichts nach. Die mangelnde Akzeptanz liegt jetzt hauptsächlich an der fehlenden Sicherheit, die Autos überall in Deutschland und auch im Urlaub europaweit betanken zu können.
Der Straßenverkehr ist ein bedeutender Verursacher von klimaschädlichen Treibhausgasen. Ohne einen Wandel zu emissionsärmeren Fahrzeugen und Antrieben wie Gas und Strom kann der Klimawandel nicht gelingen. Jetzt kann der Aufbau einer Infrastruktur für alternative Kraftstoffe nach europaweit gültigen Standards zügig vorangetrieben werden. Nachdem bereits im November 2013 der Verkehrsausschuss des Europaparlaments seine Zustimmung gegeben hatte, hat heute auch das Europaparlament der Richtlinie zugestimmt. Das Ja des Rats im Juni ist nur noch ein formaler Akt.
Der Ausbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe ist ein wichtiger Beitrag für einen ressourcenschonenderen Verkehrssektor. Auch Deutschland ist nun angehalten, die Richtlinie bald in nationales Recht umzusetzen.“