Anlässlich des Internationalen Tag des Kinderrechtes am 20. November fordert die SPD-Fraktion die Bundesregierung auf, umgehend das nationale Ratifizierungsverfahren für die im Juni dieses Jahres verabschiedete neue ILO-Konvention 189 über menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Hausangestellte einzuleiten und so ein international wichtiges Signal zu setzen, sagt Karin Roth. Die ILO schätzt die Zahl der Hausangestellten auf über 50 Millionen weltweit. 83 Prozent davon sind Frauen und Mädchen.
Die Kinder dieser Welt verdienen unsere Aufmerksamkeit und unsere Wertschätzung. Gerade am Internationalen Tag des Kinderrechts und dem 22. Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention müssen wir uns das vor Augen halten - aber nicht nur dann. Jeden Tag müssen sich vor allem in Entwicklungsländern unsere Anstrengungen darauf konzentrieren, allen Kindern das Recht auf Leben und den Zugang zu Ernährung, Gesundheit und Bildung zu sichern. Das gilt besonders auch bei Katastrophen wie derzeit beispielsweise am Horn von Afrika. Damit werden die Voraussetzungen für nachhaltige Entwicklung gelegt und Kinder bekommen eine Zukunft. Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist klar: Die Kinderrechte, die auf der ganzen Welt Tag für Tag mit Füßen getreten werden, sind nicht verhandelbar und dürfen keinesfalls wirtschaftlichen Profitinteressen untergeordnete werden.
Kinderarbeit ist ein Verbrechen und eine besonders schlimme Form von Gewalt gegen Kinder. Mit den Konventionen 138 und 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) wird Kinderarbeit deshalb weltweit geächtet. Nach Schätzungen der ILO arbeiten dennoch weltweit 215 Millionen Tag für Tag. 53 Millionen dieser Kinder sind jünger als 14 Jahre. In Indien arbeiten Kinder in Steinbrüchen, in Ziegeleien und in der Landwirtschaft. In Bangladesch werden Kinder - vor allem Mädchen - in der Textil- und Schuhindustrie ausgebeutet.
Eine der am weitesten verbreitete Form von Kinderarbeit ist die Arbeit in privaten Haushalten. Die ILO schätzt die Zahl der Hausangestellten auf über 50 Millionen weltweit. 83 Prozent davon sind Frauen und Mädchen. In Bangladesch ist laut UNICEF jedes fünfte in privaten Haushalten beschäftigte Kind erst zwischen fünf und zehn Jahren alt. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung auf, umgehend das nationale Ratifizierungsverfahren für die im Juni dieses Jahres verabschiedete neue ILO-Konvention 189 über menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Hausangestellte einzuleiten und so ein international wichtiges Signal zu setzen.
Noch immer sterben jedes Jahr fast neun Millionen Kinder vor dem fünften Lebensjahr an Krankheiten, an Hunger und durch Gewalt. Besonders in Subsahara-Afrika ist die Kindersterblichkeitsrate am höchsten. Damit nicht genug. Die Weltbank schätzt, dass aufgrund der Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise bis 2015 etwa 1,2 Millionen Kinder zusätzlich sterben werden, wenn nicht politisch und finanziell gegengesteuert wird.
Zudem gibt es nach wie vor schwere Kinderrechtsverletzungen wie den Einsatz von Kindersoldaten, Sklaverei von Kindern und die Genitalverstümmelung an Mädchen. Das dürfen wir nicht vergessen.