Andrea Wicklein

Abgeordnete der 17. Legislaturperiode

Geburtsdatum
06.03.1958 in Potsdam-Babelsberg
Beruf
Dipl.-Ökonomin
Legislaturen
18 | 17 | 16 | 15
Landesliste
Brandenburg
Wahlkreis
Potsdam - Potsdam-Mittelmark II - Teltow-Fläming II [62] (Brandenburg)

Zur Person

    Lebenslauf

    Liebe Bürgerinnen und Bürger,

    als die Mauer fiel, war ich 31 Jahre alt. Die gewonnene Freiheit und die damit verbundenen tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen, bedeuteten auch für mich Neuorientierung und Neubeginn. Eine meiner schmerzlichsten Erfahrungen, die ich mit vielen DDR-Bürgern damals teilte, war der Gang in die Arbeitslosigkeit. Es war ein ungekannter Absturz in die existenzielle Unsicherheit, verbunden mit der Angst wie es weitergehen würde.

    Für mich hieß es, meinen Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern meine Ärmel hochzukrempeln und nach vorne zu schauen. Schon vor dem Mauerfall hatte ich gelernt, mich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen. Als Diplomökonomin wollte ich einen Beruf ausüben, in dem ich den direkten Kontakt mit Menschen haben könnte. Bereits als Kind hatte ich den Traum, einmal Lehrerin zu werden. Diesen Traum erfüllte ich mir nach einigen Umwegen, zunächst als Lehrausbilderin im Einzelhandel, später als Fachschullehrerin im Gesundheitswesen und von 1987  bis zur Wende als Lehrerin in einer Betriebsakademie.

    Auch in der Arbeitslosigkeit war es nicht mein Ding, mich mit einer unbefriedigenden Situation abzufinden. Schließlich hatte ich, insbesondere als alleinerziehende Mutter, Verantwortung für meinen 9-jährigen Sohn. Mein Neueinstieg in den Arbeitsmarkt erfolgte dann schließlich über eine Stelle bei der Bürgerberatung Brandenburg e.V., im Haus der SPD. Dort bekam ich auch ein Jahr später die Chance, für den Potsdamer Bundestagsabgeordneten der SPD, Dr. Emil Schnell, zu arbeiten. Nach acht Jahren gesammelter Erfahrungen im Wahlkreis- und im Bundestagsbüro in Berlin, übernahm ich im Jahre 2000 eine Stelle als Referentin im Brandenburger Landtag, wo ich bis 2002 in der Öffentlichkeitsarbeit der SPD Landtagsfraktion beschäftigt war.

    Im Jahre 2002 stellte ich mich einer neuen großen Herausforderung und bewarb mich als Kandidatin der SPD erstmalig um ein Mandat für den Deutschen Bundestag. Seitdem wurde ich dreimal direkt  und einer über die Landesliste gewählt und betreue den Wahlkreis 61 für den ich angetreten bin, zu dem Potsdam, die Gemeinde Schwielowsee, Nuthetal, Werder, Kleinmachnow, Teltow, Stahnsdorf, Ludwigsfelde sowie Großbeeren gehören. Darüber hinaus bin ich die Bundestagsabgeordnete der SPD, die für Wahlkreis 62 (Landkreis Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming) als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht.

    Ich fühle mich wohl in unserer lebens- und liebenswerten Region und bin stolz auf die positive Entwicklung. Mit meinem politischen Mandat will ich dazu beitragen, dass wir unsere Potentiale gemeinsam noch besser nutzen. Dieses Anliegen prägt meine politische Arbeit als Abgeordnete des Deutschen Bundestages.

    Mir ist es wichtig, präsent und ansprechbar zu sein, den Kontakt zu den Menschen, Vereinen und Institutionen als Grundlage für meine Arbeit im Wahlkreis und im Bundestag zu verstehen. Das habe ich in den zurückliegenden Jahren unter Beweis gestellt. Ich bitte Sie weiterhin um Ihr Vertrauen und um eine kritische Begleitung meiner politischen Arbeit.

      Funktionen in der Bundestagsfraktion (17. Legislaturperiode)

      • Arbeitsgruppe Kommunalpolitik - Mitglied
      • Landesgruppe Brandenburg - Sprecherin seit 26.06.2012
      • Mittelstandsbeauftragte für Mittelstand und Freie Berufe (aufgelöst) seit 07.06.2011

      Mitgliedschaft in Bundestagsgremien (17. Legislaturperiode)

      • Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung - stellv. Mitglied seit 10.11.2009
      • Ausschuss für Wirtschaft und Technologie - Mitglied seit 10.11.2009
      • Deutsch-Maltesische Parlamentariergruppe - Stellv. Vorsitzende seit 15.03.2010
      • Mittelstandsbeirat beim BMWi - Mitglied seit 15.03.2010
      • UA Kommunales - stellv. Mitglied seit 23.03.2010
      • UA Regionale Wirtschaftspolitik - Stellv. Vorsitzende seit 15.03.2010
      • UA Regionale Wirtschaftspolitik - Mitglied seit 15.03.2010
      20.09.2013
      Minus 86 Prozent: So lautet die Entwicklung der geförderten Gründungen aus Arbeitslosigkeit. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPDBundestagsfraktion zur Entwicklung des Gründungsgeschehens in Deutschland hervor. Auch andere Zahlen sind ernüchternd: In dieser Legislaturperiode ist die Zahl der Gründungen um fast 100.000 Gründungen zurückgegangen. Diese Entwicklung hängt natürlich auch mit der verbesserten Situation am Arbeitsmarkt zusammen, weil viele Menschen eine Beschäftigung im Angestelltenverhältnis gegenüber dem Wagnis Selbständigkeit bevorzugen. Dies reicht aber als Erklärung für den radikalen Rückgang der Gründungen nicht aus. Schwarz-Gelb hat massiv bei der Förderung gekürzt – mit eklatanten Folgen für das Gründungsgeschehen in Deutschland, erklären Wolfgang Tiefensee und Andrea Wicklein.
      27.06.2013
      Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung auf, die von der EU-Kommission verabschiedeten Leitlinien für staatliche Beihilfen mit regionaler Zielsetzung (Regionalleitlinien) auf politischer Ebene in Brüssel zu thematisieren und auf die Folgen für strukturschwache Gebiete hinzuweisen. Die bisher sehr erfolgreiche GRW-Regionalförderung darf nicht gekürzt werden. Nach den heutigen Erläuterungen der Bundesregierung über die neuen Regionalleitlinien der Kommission für die Jahre 2014-2020 ist einmal mehr deutlich geworden: Die Bundesregierung muss handeln - sie darf die Begrenzungen der Wirtschaftsförderung weder in den neuen noch in den alten Bundesländern hinnehmen, erklären Doris Barnett und Andrea Wicklein.
      25.04.2013
      CDU, CSU und FDP haben in dieser Legislatur keine nennenswerten Initiativen gezeigt, um den Mittelstand bei seinen spezifischen Herausforderungen zu unterstützen. Wir haben mit unserem Positionspapier „Unternehmen Zukunft – Politik für einen starken Mittelstand“ konkrete Maßnahmen vorgestellt, um die Rahmenbedingungen zur Entfaltung von Mittelstand und Handwerk, Selbständigkeit und Existenzgründungen zu verbessern, sagen Wolfgang Tiefensee, Rita Schwarzelühr-Sutter und Andrea Wicklein.
      05.03.2013
      Peer Steinbrück hat mit der Vorstellung der „Siegener Thesen“ bewiesen, dass er weiß, was der Mittelstand gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten besonders braucht: Planungssicherheit. Die „Siegener Thesen“ sind ein deutlicher Kontrapunkt gegenüber der Verunsicherungspolitik der Regierung Merkel. Bei der SPD steht das Thema weiterhin im Fokus, erklären Wolfgang Tiefensee, Andrea Wicklein und Rita Schwarzelühr-Sutter.
      30.01.2013
      Bislang hat der Mittelstand unter Wirtschaftsminister Philipp Rösler keine Rolle gespielt. Die SPD-Bundestagsfraktion hat mit ihrer Großen Anfrage dafür gesorgt, den Mittelstand auch bei der Bundesregierung zum Thema zu machen. Wir werden weiterhin eigene Initiativen durchführen, um die Leistungen des deutschen Mittelstands zu würdigen und ihn bestmöglich zu unterstützen, erklären Wolfgang Tiefensee, Andrea Wicklein und Rita Schwarzelühr-Sutter.
      07.11.2012
      Heute gab es im Wirtschaftsausschuss eine Lehrstunde für die Bundesregierung. Ganz offen wurde zugegeben, dass der Wind aus dem Bürokratieabbauprogramm der Bundesregierung raus sei. Von der Großen Koalition sei viel umgesetzt worden, aber mit der schwarz-gelben Koalition habe man das 25-Prozent-Abbauziel nicht fristgerecht erreichen können, erklärt Andrea Wicklein.
      20.07.2012
      Beim Verkauf der TLG-Wohnungen hat die Bundesregierung soziale Kriterien weitgehend außen vor gelassen, um die verunsicherten TLG-Mieter zu beruhigen. Solche Vorgaben hätten sich zudem erlösmindernd ausgewirkt. Das geht aus der Antwort auf unsere Kleine Anfrage hervor. Für die SPD bleibt es dabei: Der beste Schutz für die Mieter der TLG-Wohnungen ist nicht eine halbherzig umgesetzte Sozialcharta, sondern der Stopp des Verkaufsverfahrens. Die Wohnungen müssen in öffentlicher Hand bleiben.
      14.06.2012
      Die neuen Regulierungsvorschriften aus den Beschlüssen von Basel III sollen das Finanzsystem insgesamt widerstandsfähiger machen. Die Umsetzung von Basel III muss auf die Besonderheiten in der deutschen Bankenlandschaft Rücksicht nehmen, fordern Andrea Wicklein und Rita Schwarzelühr-Sutter. Auch die Rahmenbedingungen für Beteiligungs- und Wagniskapital, insbesondere für innovative Neugründungen, sind gerade im internationalen Vergleich verbesserungsfähig.
      23.05.2012
      Der Mittelstand – das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – steht vor vielfältigen Herausforderungen, die die mittelständische Wirtschaft belasten, insbesondere Fachkräftesicherung, die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise und ungünstige Rahmenbedingungen für Gründungen. Die Bundesregierung tut viel zu wenig, um sich den Herausforderungen für den Mittelstand zu stellen, erklären Schwarzelühr-Sutter und Andreas Wicklein.
      14.12.2011
      Die Bundesregierung erreicht ihre selbst gesteckten Ziele beim Bürokratieabbau bis Ende des Jahres nicht. Die ursprünglich vorgesehenen Einsparziele werden um beinahe drei Prozent verfehlt. Das ist eine schwere Schlappe und ein Armutszeugnis der schwarz-gelben Koalition, erklärt Andrea Wicklein.