Nachdem die Regierungskoalition bisher alle SPD-Anträge für mehr Tierschutz blockiert hat, konnte sie sich jetzt für einen gemeinsamen Antrag der SPD, Union, FDP und Grüne durchringen. Die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten stimmte für eine Fortführung des Einfuhr- und Handelsverbotes für Robbenprodukte.

Gemeinsam fordern wir, dass sich die Bundesregierung klar zur Fortführung des seit 2006 bestehenden EU-Importverbots von Robbenprodukten bekennt. Denn obwohl diese für einen deutlichen Rückgang der Robbentötungen verantwortlich ist, haben Kanada und Norwegen bei der WTO Klage gegen die entsprechende EU-Verordnung eingereicht. Nicht nur die Kommission und das Europäische Parlament – jetzt müssen alle die Stimme erheben, damit das elende Robbenschlachten mit mittelalterlichen Methoden auch weiterhin geächtet wird.

Nach Inkrafttreten der EU-Verordnung ist die Anzahl der getöteten Robben ist in den vergangenen Jahren von rund 350.000 jährlich auf circa 40.000 bis 70.000 jährlich zurückgegangen. Die grausamen und elendigen Tötungen müssen endlich ein Ende finden.

Der ersten gemeinsamen Initiative für mehr Tierschutz müssen mehr folgen.