Leiharbeit und Werkverträge

In der 18. Wahlperiode ist auf Initiative der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten die Leiharbeit auf ihre Kernfunktion, Auftragsspitzen bewältigen zu können, beschränkt worden. Wenn Leiharbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer länger als 18 Monate in einem Entleihbetrieb arbeiten, müssen sie dort eingestellt werden. Bereits nach neun Monaten erhalten sie Anspruch auf den gleichen Lohn wie die Stammbelegschaft. Abweichungen von diesen Fristen sind nur durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen möglich. Das stärkt die Tarifbindung.

 

 

Unternehmen müssen daher beim Fremdpersonaleinsatz  den Betriebsrat darüber informieren, auf welcher vertraglichen Grundlage dies erfolgt, mit welchen Aufgaben sie betraut sind und wo und mit welchem zeitlichen Umfang sie im Betrieb tätig werden und wer in welchem Rechtsverhältnis und mit welcher Vergütung als Werkvertragsarbeitnehmer oder Leiharbeitnehmer tätig ist. Leiharbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer dürfen nicht mehr als Streikbrecher eingesetzt werden. Außerdem wird es Arbeitgebern erschwert, mit illegalen Werkverträgen arbeitsrechtliche Schutzstandards zu umgehen. 

Mann packt Pakete in einen Lieferwagen
(Foto: iStockphoto.com/sturti) Bilanz 2017-2021

Mehr Schutz für Beschäftigte

Wer jeden Tag zur Arbeit geht, verdient für seine Leistung eine gute Bezahlung und Anerkennung. Wir setzen uns dafür ein, dass Arbeit ordentlich bezahlt wird und Beschäftigte besser vor Ausbeutung geschützt werden.
Katja Mast schaut lachend zu einem Gesprächspartner hinter der Kamera
(Foto: photothek) Statement von Katja Mast

Endlich kommt der Mindestlohn

Endlich kommt ein neuer Branchenmindestlohn für hart arbeitende Menschen in der deutschen Fleischindustrie. Das ist dank der klaren Gesetze von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil möglich geworden.
Lage der Fraktion - Podcast der SPD-Fraktion im Bundestag
(Grafik: shutterstock.com/vector.icon) Jetzt hören und abonnieren!

Die "Lage der Fraktion" - neue Podcast-Folge

Schluss mit der Ausbeutung in der Fleischindustrie! Katja Mast erzählt in einer neuen Folge unseres Podcasts, warum es diesmal endlich gelungen ist, der erfindungsreichen Branche neue und wirksame (!) Regeln zu verordnen.
Katja Mast steht an eine Fensterscheibe angelehnt und schaut nachdenklich in die Ferne
(Foto: photothek) Statement von Katja Mast

Genau deshalb greifen wir in den Fleischfabriken durch

172 Corona-Infizierte bei Tönnies in Weißenfels - deshalb greifen wir in den Fleischfabriken durch. Die hohen Corona-Infektionszahlen stehen in direktem Zusammenhang zum Geschäftsmodell.  

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