Der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull zwischen März und Mai 2010 führte zu massiven Problemen im europäischen Flugverkehr. Zahllose Flüge wurden gestrichen und tausende Flugreisende konnten Ihre geplanten Reisen nicht antreten oder mussten auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Auch wenn sich die volkswirtschaftlichen Kosten dieser Krise nur schwer exakt beziffern lassen, so muss doch davon ausgegangen werden, dass die Folgen des Ausbruchs des Eyjafjallajökull mehrere Milliarden Euro Schaden verursacht haben. Allein die Luftverkehrsunternehmen hatten laut Schätzungen Schäden in Höhe von über 1,3 Milliarden Euro zu verkraften. Pro Tag seien vorübergehend 1,2 Millionen Passagiere durch die notwendigen Flugverbote betroffen gewesen.

Im Rückblick wird das ganze Ausmaß der fehlenden politischen Führung und des sich daraus ergebene Chaos nach dem Vulkanausbruch deutlich. Deshalb fordert die SPD-Bundestagsfraktion von der Bundesregierung mit Blick auf zukünftige vergleichbare Ereignisse, einen nationalen Krisenstab beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung einzurichten. Des Weiteren soll mit Forschungszentren bei der Erarbeitung eines einheitlichen Messsystems zur Erhebung der Messdaten zur Vulkanasche sowie bei der Erforschung der Folgen von Vulkanausbrüchen auf den Luftverkehr zusammengearbeitet werden. Hierbei soll auch die Industrie mit einbezogen werden.

So sollen z.B. Forschungsprojekte unterstützt und Maßnahmen ergriffen werden, damit bei künftigen Vulkanausbrüchen und dem Auftreten von Aschewolken für eine sichere Flugplanung die notwendige Datenlage vorhanden ist. Außerdem soll mindestens ein Lehrstuhl für Vulkanologie errichtet werden. Die Bundesregierung soll sicherstellen, dass die im Rahmen der Forschungsrahmenprogramme aufgebauten Strukturen erhalten bleiben. Außerdem soll sie sich auf europäischer Ebene für einheitliche Grenzwerte einsetzen.

Ziel der SPD-Bundestagsfraktion ist es insgesamt ein besseres Krisenmanagement bei der Sperrung des europäischen Luftverkehrs aufgrund eines Vulkanausbruches für Flugreisende gewährleisten zu können.