"Dieses halbherzige Angebot ist kein Beitrag zur Problemlösung. Wenn der Informationsaustausch nur die Zinserträge umfassen soll, dann bringt uns das nicht viel weiter. Luxemburg setzt mit diesem Vorschlag seine Politik der Trippelschritte fort. Zugeständnisse gibt es nur dann, wenn sie unvermeidbar sind. Wir brauchen aber eine Politik, die Transparenz schafft und Schlupflöcher schließt.
Wenn wir die Steueroasen wenigstens in Europa trocken legen wollen, muss der zwischenstaatliche Informationsaustausch effektiver werden. Deshalb muss die EU-Zinsrichtlinie auf alle Kapitaleinkünfte und alle natürlichen und juristischen Personen ausgedehnt und der automatische Informationsaustausch zum Standard in Europa werden.
Ein umfassender Informationsaustausch, der auch alle sonstigen Einkommen erfasst, das wäre ein ernsthafter Schritt zu mehr Transparenz auf dem Finanzplatz Europa. Luxemburg muss sich noch mehr bewegen," erklärt SPD-Fraktionsvize Joachim Poß.