Frank-Walter Steinmeier nahm den Preis am Mittwochabend in Berlin vor rund 160 Gästen aus Politik, diplomatischem Korps, Wirtschaft und Gesellschaft entgegen. Dr. Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, und Prof. Dr. h.c. Roland Berger, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants, würdigten den Preisträger in ihren Reden.

In seiner Replik betonte Frank-Walter Steinmeier, Wirtschaft und Politik bräuchten die "Kraft der Beständigkeit". Wer immer nur sein Fähnchen in den Wind der Meinungen hänge, werde am Ende vom Sturm der Fakten hinweg geweht. Wirtschaft und Politik bräuchten aber auch die "Kraft der Veränderung", so der SPD-Fraktionschef. "Dafür brauchen die Menschen Klarheit und Orientierung – in einem Unternehmen wie in einem Land."

Verantwortung, langfristige Orientierung, Ablehnung kurzsichtigen Zockertums – mit dieser Haltung sei der Mittelstand und mit ihm die ganze deutsche Wirtschaft gut durch die Krise gekommen, so Steinmeier. "Und diese Werte brauchen wir nicht nur in der Wirtschaft. Von ihnen hängt ganz entscheidend die Zukunft unserer Gesellschaft ab."

Mit dem Mittelstandspreis zeichnet die Union Mittelständischer Unternehmen seit 1994 Politiker aus, die sich in besonderem Maße für die mittelständische Wirtschaft und ein selbstbestimmtes Unternehmertum in Deutschland einsetzen. Bisher erhielten die Auszeichnung unter anderem Kurt Beck, Hermann Otto Solms, Günther Oettinger, Gerhard Schröder, Friedrich Merz, Roland Koch, Rainer Brüderle, Rezzo Schlauch, Edmund Stoiber, Christine Scheel und Dr. Ingo Friedrich.

Die Auszeichnung wird unterstützt von einer Reihe weiterer europäischer und deutscher Mittelstandsverbände, die zusammen über eine Million Klein- und Mittelbetriebe sowie Freiberufler vertreten.