SPD Bundestagsfraktion

Organspende: Widerspruchslösung pro und contra
SPD-Bundestagsfraktion im Dialog

Dienstag, 09.04.2019

Von 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr

Katharinenhof im Uferpalais Spandau

Brauereihof 19, 13585 Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

derzeit müssen Menschen aktiv zustimmen, wenn sie nach einem Hirntod ihre Organe spenden wollen. Ein Vorschlag für eine grundlegende Systemänderung -die sogenannte doppelte Widerspruchslösung- sieht vor, dieses Prinzip umzukehren. Jeder Mensch wäre damit potentiell Organspender, es sei denn, er oder sie hat zu Lebzeiten einer Organspende widersprochen.

 

In der SPD-Bundestagsfraktion gibt es keine einheitliche Haltung dazu. Einigkeit besteht darin, dass wir in Deutschand mehr Organspenden benötigen.

 

Die Befürworter in der SPD-Bundestagsfraktion sehen in dem Systemwechsel die Chance den Menschen besser und schneller zu helfen, die ein Spenderorgan benötigen. Dabei würde niemand zur Organspende gezwungen werden. Und jeder, der sich gegen eine Organspende entscheidet, bleibt weiterhin möglicher Empfänger. Aber jeder muss sich mit der Frage beschäftigen.

 

Die Gegner in der SPD-Bundestagsfraktion hingegen sehen in der Widerspruchslösung einen zu starken Eingriff in die persönliche Freiheit des Einzelnen. Auch könne nicht sein, dass wir bei der Weiterverarbeitung unserer Daten die Zustimmung zur gesetzlichen Voraussetzung machen, aber bei einem so wichtigen Thema wie der Organspende einfach eine Zustimmung als gegeben ansehen. Und schließlich wird befürchtet, dass die Skepsis gegenüber der Organspende dadurch zunehmen könnte. Sie plädieren deshalb für eine verpflichtende Entscheidungslösung.

 

Mit einer Entscheidung in dieser Sache ist wahrscheinlich  Ende 2019 zu rechnen. Welche Lösung es gebe sollte, möchten wir deshalb gerne mit Ihnen diskutieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre SPD-Bundestagsfraktion

 

Ulla Schmidt, MdB                  Swen Schulz, MdB

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