30 Jahre Tschernobyl, 5 Jahre Fukushima: Bilanz und Perspektiven
Atompolitik in Deutschland und international
Sehr geehrte Damen und Herren,
im März jährte sich die Reaktorkatastrophe von Fukushima zum fünften Mal. Am 26. April 2016 ist der 30. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl. Die SPD-Bundestagsfraktion nimmt diese Ereignisse zum Anlass, Bilanz zu ziehen und nach dem weiteren Handlungsbedarf zu fragen. Wo stehen wir bei der Atompolitik – in Deutschland und international?
Auch das große bürgerschaftliche Engagement zahlreicher Initiativen und Vereine, die nach den Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima vor Ort oder von Deutschland aus geholfen haben, spielte eine wichtige Rolle im Umgang mit den Folgen der atomaren Unfälle. Betroffene Menschen, insbesondere Liquidatoren und Kinder, erhielten wichtige Unterstützung von ihnen. Diesem ehrenamtlichen Engagement unter schwierigen Bedingungen gebührt unsere Anerkennung und unser Dank.
Deutschland hat als Konsequenz aus den beiden Reaktorkatastrophen den Ausstieg aus der Atomenergie bis spätestens Ende 2022 beschlossen. Seit 2011 sind in Deutschland neun Reaktoren für immer heruntergefahren worden. Die SPD-Bundestagsfraktion war an dieser Entwicklung maßgeblich beteiligt; der Atomausstieg war unsere langjährige Forderung.
Aktuell machen die unsicheren Atomkraftwerke unserer Nachbarn in Belgien, Frankreich und Tschechien Schlagzeilen. Ausstiegsbeschlüsse sind dort teilweise wieder rückgängig gemacht worden. Die meisten Atomkraftwerke sind in die Jahre gekommen und genügen nicht mehr den neuesten Sicherheitsanforderungen.
Wie gehen wir mit der Bedrohung durch benachbarte, unsichere AKW um? Wie können wir weiter für den Atomausstieg werben, und wie können wir unsere Nachbarn beim Umstieg auf erneuerbare Energien unterstützen, um die Atomkraft überflüssig zu machen?
Wir laden Sie herzlich ein, mit uns zu diskutieren.
Ihre SPD-Bundestagsfraktion
|
Dr. Matthias Miersch, MdB Umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion |
Marco Bülow, MdB Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion für internationale Atompolitik |
SPD-Bundestagsfraktion
Dorotheenstr. 100
Jakob-Kaiser-Haus, Raum 1.302
10117 Berlin
Programm
|
14.00 Uhr |
Begrüßung Dr. Matthias Miersch, MdB
|
|
14.05 Uhr |
Projektvorstellungen: "Bürgerschaftliches Engagement nach den Reaktorkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima" Die Arbeit des Zentrums Nadeshda Dr. Astrid Sahm, Vorsitzende „Freunde von Nadeshda in Deutschland“ Die Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Kharkiv und die Förderung sozialer Unternehmen in der Region Ljubov Negatina, Leiterin Geschichtswerkstatt Tschernobyl Das Projekt Hilfe für Japan 2011 – Japan und Fukushima Yoko Schlütermann, Vorsitzende Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund Das Tschernobyl-Kinder Projekt von Global 2000, Österreich Dr. Christoph Otto, Projektleiter Moderation: Oliver Kaczmarek, MdB
|
|
15.15 Uhr |
Kaffepause
|
|
15.30 Uhr |
Podiumsdiskussion "Atompolitik nach Tschernobyl und Fukushima" Prof. Wolfgang Renneberg,
Peter Junge-Wentrup,
Heinz Smital, Greenpeace
Marco Bülow, MdB
Moderation: Nick Reimer |
|
17.00 Uhr |
Schlußwort Rene Röspel, MdB |
Hinweis
Tagungsort
SPD-Bundestagsfraktion
Jakob-Kaiser-Haus, Raum 1.302
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Einlass ab 13.30 Uhr
Eingang: Dorotheenstr. 100, 10117 Berlin
Rückantwort nur bei Teilnahme
Um Antwort bis zum 20.04.2016 wird gebeten.
Kontakt
SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag
Arbeitsgruppe Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Eileen John
Telefon (030) 227-52187
Telefax (030) 227-50141
E-Mail eileen.john@spdfraktion.de