30 Jahre Tschernobyl, 5 Jahre Fukushima: Bilanz und Perspektiven

Atompolitik in Deutschland und international

Zeitraum
Mittwoch, 27.04.2016 14:00–17:15
Veranstaltungsformat
Vor Ort
Terminart
Veranstaltung
Anmeldeschluss (Präsenz)
Mittwoch, 20.04.2016 23:45
Abgeordnete

Sehr geehrte Damen und Herren,

im März jährte sich die Reaktorkatastrophe von Fukushima zum fünften Mal. Am 26. April 2016 ist der 30. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl. Die SPD-Bundestagsfraktion nimmt diese Ereignisse zum Anlass, Bilanz zu ziehen und nach dem weiteren Handlungsbedarf zu fragen. Wo stehen wir bei der Atompolitik – in Deutschland und international?

Auch das große bürgerschaftliche Engagement zahlreicher Initiativen und Vereine, die nach den Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima vor Ort oder von Deutschland aus geholfen haben, spielte eine wichtige Rolle im Umgang mit den Folgen der atomaren Unfälle. Betroffene Menschen, insbesondere Liquidatoren und Kinder, erhielten wichtige Unterstützung von ihnen. Diesem ehrenamtlichen Engagement unter schwierigen Bedingungen gebührt unsere Anerkennung und unser Dank.

Deutschland hat als Konsequenz aus den beiden Reaktorkatastrophen den Ausstieg aus der Atomenergie bis spätestens Ende 2022 beschlossen. Seit 2011 sind in Deutschland neun Reaktoren für immer heruntergefahren worden. Die SPD-Bundestagsfraktion war an dieser Entwicklung maßgeblich beteiligt; der Atomausstieg war unsere langjährige Forderung.

Aktuell machen die unsicheren Atomkraftwerke unserer Nachbarn in Belgien, Frankreich und Tschechien Schlagzeilen. Ausstiegsbeschlüsse sind dort teilweise wieder rückgängig gemacht worden. Die meisten Atomkraftwerke sind in die Jahre gekommen und genügen nicht mehr den neuesten Sicherheitsanforderungen.

Wie gehen wir mit der Bedrohung durch benachbarte, unsichere AKW um? Wie können wir weiter für den Atomausstieg werben, und wie können wir unsere Nachbarn beim Umstieg auf erneuerbare Energien unterstützen, um die Atomkraft überflüssig zu machen?

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns zu diskutieren.

Ihre SPD-Bundestagsfraktion

 

Dr. Matthias Miersch, MdB

Umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion

Marco Bülow, MdB

Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion für internationale Atompolitik

Veranstaltungsort

SPD-Bundestagsfraktion
Dorotheenstr. 100
Jakob-Kaiser-Haus, Raum 1.302
10117 Berlin

    Programm

    14.00 Uhr

    Begrüßung

    Dr. Matthias Miersch, MdB

     

    14.05 Uhr

    Projektvorstellungen: "Bürgerschaftliches Engagement nach den Reaktorkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima"

    Die Arbeit des Zentrums Nadeshda

    Dr. Astrid Sahm, Vorsitzende „Freunde von Nadeshda in Deutschland“

    Die Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Kharkiv und die Förderung sozialer Unternehmen in der Region

    Ljubov Negatina, Leiterin Geschichtswerkstatt Tschernobyl

    Das Projekt Hilfe für Japan 2011 – Japan und Fukushima

    Yoko Schlütermann, Vorsitzende Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund

    Das Tschernobyl-Kinder Projekt von Global 2000, Österreich

    Dr. Christoph Otto, Projektleiter

    Moderation: Oliver Kaczmarek, MdB

     

    15.15 Uhr

    Kaffepause

     

    15.30 Uhr

    Podiumsdiskussion "Atompolitik nach Tschernobyl und Fukushima"

    Prof. Wolfgang Renneberg,
    Büro für Atomsicherheit

     

    Peter Junge-Wentrup,
    Geschäftsführer Internationales Bildungs- und Begegnungswerk

     

    Heinz Smital, Greenpeace

     

    Marco Bülow, MdB

     

    Moderation: Nick Reimer

    17.00 Uhr

    Schlußwort

    Rene Röspel, MdB

     

    Tagungsort
    SPD-Bundestagsfraktion
    Jakob-Kaiser-Haus, Raum 1.302
    Platz der Republik 1
    11011 Berlin

     

    Einlass ab 13.30 Uhr
    Eingang: Dorotheenstr. 100, 10117 Berlin

     

    Rückantwort nur bei Teilnahme
    Um Antwort bis zum 20.04.2016 wird gebeten.

     

    Kontakt
    SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag
    Arbeitsgruppe Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
    Eileen John

     

    Telefon        (030) 227-52187
    Telefax         (030) 227-50141
    E-Mail           eileen.john@spdfraktion.de