Statement von Katja Mast

Die Krise darf die Gleichstellung von Frauen nicht zurückwerfen. Katja Mast macht deshalb klar: Wir brauchen feste Quoten für Vorstandsposten, denn Freiwilligkeit bedeutet höchstens Wandel im Schneckentempo.

„Wir wollen, dass mehr Frauen in die Führungsetagen aufsteigen. Dafür braucht es feste Quoten, denn Freiwilligkeit heißt zu oft keine Veränderung oder im günstigsten Fall Wandel im Schneckentempo. In den 200 umsatzstärksten Unternehmen hatten Frauen 2019 nur knapp zehn Prozent der Vorstandsposten. Die SPD konnte in der Vergangenheit bereits eine Quote für Aufsichtsräte durchsetzen - hier ist der Frauenanteil seit 2015 um 14 Prozent auf knapp 35 Prozent gestiegen. Diesen Wandel wollen wir auch bei den Vorstandsposten erreichen.

Unsere Bundesfrauenministerin Franziska Giffey und Bundesjustizministerin Christine Lambrecht sind mit ihren Ideen einer festen Quote für Vorstände großer Unternehmen auf genau dem richtigen Weg. Nur mit der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen können wir unser Potential voll ausschöpfen und tatsächlich werden Firmen auch erfolgreicher. Jeder, der darin eine Belastung für die Wirtschaft sieht, irrt sich und sollte seine Haltung überdenken. Die aktuelle Krise darf kein Vorwand sein, um sich gegen mehr Gleichstellung zu wehren.“