Pressemitteilung

Weichen für gute Arbeit, Vollbeschäftigung und Fachkräftesicherung jetzt stellen

Anlässlich der 1. Lesung des Antrages der SPD-Bundestagsfraktion "Arbeitsmarktpolitik an den Herausforderungen der Zeit orientieren - Weichen für gute Arbeit, Vollbeschäftigung und Fachkräftesicherung stellen" erklären die arbeits- und sozialpolitische Sprecherin Anette Kramme sowie die zuständigen Berichterstatterinnen Katja Mast und Gabriele Lösekrug-Möller:

Zunehmender Fachkräftebedarf sowie Langzeitarbeitslose ohne Perspektive stellen große Herausforderungen für die Politik dar, auf die Antworten gefunden werden müssen. Unsere Strategie der Vollbeschäftigung schließt alle Menschen mit ein. Die Arbeitsmarktpolitik von Schwarz-Gelb spaltet jedoch den Arbeitsmarkt, erklären Anette Kramme, Katja Mast und Gabriele Lösekrug-Möller.

 

Zunehmender Fachkräftebedarf einerseits, Langzeitarbeitslose ohne Perspektive andererseits - beides Herausforderungen, auf die die Politik Antworten finden muss. Langzeitarbeitslose dürfen nicht ausgeschlossen werden. Unsere Strategie der Vollbeschäftigung schließt alle mit ein. Die Arbeitsmarktpolitik von Schwarz-Gelb spaltet den Arbeitsmarkt. Sie nimmt Menschen die Chance, sich zu Fachkräften zu qualifizieren, und sie verbaut Langzeitarbeitslosen Teilhabe durch dauerhafte Beschäftigung.

 

Statt wie die Bundesregierung den arbeitsmarktpolitischen Instrumentenkasten finanziell auszubluten, brauchen wir eine Arbeitsmarktpolitik, die sich an den Herausforderungen unserer Zeit orientiert. Bei sinkender und damit stärker verkrusteter Arbeitslosigkeit ist Pro-Kopf mehr Geld nötig, um alle in Beschäftigung zu bringen. Aktive Arbeitsmarktpolitik muss verlässlich mit finanziellen Mitteln ausgestattet sein.

 

Dabei muss speziell der Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit gelingen. Unverzichtbar ist ein leistungsfähiger Sozialer Arbeitsmarkt. Dieser eröffnet auch Menschen mit fehlender Ausbildung und gesundheitlichen Problemen eine neue Perspektive auf Beschäftigung, die sie ohne Förderung nicht hätten. Öffentlich geförderte Beschäftigung dient dem Ziel, die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen wieder herzustellen und damit auch Teilhabe am Arbeits- und Sozialleben zu ermöglichen.

 

Häufiger als in der Vergangenheit müssen Brüche im Erwerbsleben beim Übergang zwischen verschiedenen Lebensphasen (Ausbildung, Familie, Arbeitslosigkeit, Selbständigkeit) bewältigt werden. Deshalb muss eine zukunftsweisende Arbeitsmarktpolitik den Erhalt und die Erweiterung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit in den Mittelpunkt stellen.

 

In Zeiten von steigendem Fachkräftebedarf werden Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen immer wichtiger. Deshalb brauchen wir nachhaltige Qualifizierungs- und Weiterbildungsinitiativen und eine kluge Verknüpfung von Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik. Erforderlich ist eine Kultur der 2. Chance und des sozialen Aufstieges. Auch deshalb brauchen wir eine Entfristung der Einstiegsqualifizierungen und mehr Praxisbezug in der Arbeitsförderung gerade für Jugendliche.

 

 

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  • 17. Wahlperiode
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843
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