Detlev Pilger, sportpolitischer Sprecher:

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat sich endlich auf eine Verschiebung der Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio verständigt. Eine Entscheidung, die längst überfällig war. Das IOC muss im Interesse der Athletinnen und Athleten handeln. Ein Festhalten an dem Termin in Tokio wäre für dieses Jahr wegen der derzeitigen Pandemie nicht zu verantworten gewesen.

„Das IOC hatte zunächst eine Vier-Wochen-Frist bis zu einer endgültigen Entscheidung über einen Termin der bislang vom 24. Juli bis 9. August dieses Jahres vorgesehenen Olympischen Spiele in Tokio verkündet. In dieser Zeit sollten Szenarien einer Olympia-Austragung beraten werden. Ein Festhalten am geplanten Zeitpunkt wurde noch gestern nicht ausdrücklich ausgeschlossen, so dass man den Eindruck erhalten konnte: das IOC wollte oder konnte die Auswirkungen des Coronavirus nicht sehen.

Nun ist der Druck aus den nationalen Verbänden zu groß geworden, dass das IOC im Interesse aller teilnehmenden Menschen an den Olympischen und Paralympischen Spielen um ein Jahr verschiebt. Zwar haben sich viele Menschen rund um den Globus auf die Spiele gefreut und besonders die Athletinnen und Athleten haben in den vergangenen Monaten sehr hart für eine Teilnahme gekämpft, aber am Ende ist es die einzig sinnvolle Entscheidung, um die Athletinnen und Athleten mit ihren Trainerinnen und Trainern, die Besucherinnen und Besuchern sowie die Organisatoren in Tokio vor einer möglichen Infektion zu beschützen.“