Michael Thews, zuständiger Berichterstatter:

Endliche Ressourcen, zunehmend erschwerte Abbaubedingungen sowie absehbare Preis- und Verteilungskonflikte bei mineralischen und energetischen Rohstoffen machen die Verringerung des Ressourcen- und Materialverbrauchs unabdingbar. Auch der Umwelt- und der Klimaschutz sprechen für eine Schonung der natürlichen Ressourcen. Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt deshalb die Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms „ProgRess II“, das gestern im Bundestag debattiert wurde.

„Ressourceneffizienz und Ressourcenschonung, das heißt die Verringerung des Rohstoff- und Materialverbrauchs ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Die effiziente Nutzung der Ressourcen und die Abkopplung des Verbrauchs vom Wirtschaftswachstum sind auch aus volkswirtschaftlichen Gründen zwingend. Maßnahmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz wirken sich positiv auf die Versorgungssicherheit aus, stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, schaffen neue Arbeitsplätze und sichern nachhaltig Beschäftigung.

Auch aus ökologischer und sozialer Sicht ist Ressourceneffizienz unerlässlich, da die derzeitige Nutzung der natürlichen Ressourcen die Regenerationsfähigkeit der Erde deutlich übersteigt und nachfolgenden Generationen nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen werden.

Die SPD-Bundestagsfraktion hat gemeinsam mit der CDU/CSU-Fraktion einen Entschließungsantrag vorgelegt, der die Anstrengungen der Bundesregierung auf dem Weg zu mehr Ressourcenschonung würdigt und darüber hinausgehende Ansätze verfolgt. Insbesondere befürworten wir das Bestreben der Bundesregierung zur stetigen Fortentwicklung der Kreislaufwirtschaft. Denn Kreislaufwirtschaft ist gelebte Ressourcenschonung. Ein nachhaltiges, auf Langlebigkeit ausgerichtetes Produktdesign, die ressourcenschonende und ressourceneffiziente Produktion zum Beispiel durch vermehrten Einsatz von Recyclingmaterial, Abfallvermeidung durch Wiederverwendung von Produkten, erhöhtes Recycling aller Stoffströme, das alles trägt schon jetzt zu mehr Ressourcenschonung bei.“