Um mehr als ein Fünftel will die Bundesregierung die Mittel für die kulturelle Auslandsarbeit der Kirchen kürzen. Das bestätigt die Bundesregierung in ihrer heutigen Antwort auf die schriftlichen Fragen der Abgeordneten Ulla Schmidt.
Zugleich soll in der nächsten Sitzungswoche über Anträge aller Fraktionen, auch der Koalition, zum weltweiten Schutz der Religionsfreiheit debattiert werden. In den Anträgen ist unter anderem die Einschränkung der Religionsfreiheit von Christen thematisiert. Vor diesem Hintergrund erachtet es die SPD-Bundestagsfraktion als unpassend, die kulturelle Auslandsarbeit der katholischen und der evangelischen Kirche zu kürzen. Denn die positive Präsenz der Kirchen im Ausland trägt wesentlich dazu bei, in vielen Ländern der Welt die Akzeptanz und den Respekt für die christlichen Kirchen zu verbessern.
Wieder einmal klaffen Handeln und Reden der Koalition auseinander.