Pressemitteilung

Ramsauer ist gefordert – EU-Abstimmung bei erneuter Aschewolke nicht in Sicht

Zur Darlegung von Bundesminister Ramsauer in der gestrigen Sitzung des Verkehrsausschusses und dem schriftlichen Bericht der Europäischen Kommission bezüglich präventiven Maßnahmen im Hinblick auf eine vulkanbedingte Krise erklären der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Uwe Beckmeyer und die zuständige Berichterstatterin Ulrike Gottschalck:

Von Ramsauers vollmundigen Ankündigungen für europaweit abgestimmte Regeln sorgen zu wollen und als Taktgeber zu fungieren, ist leider nichts übrig geblieben. Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Schwarz-Gelb die gute Reputation Deutschlands in der EU verspielt hat und demzufolge auch die europäischen Ressortkollegen dem deutschen Verkehrsminister nicht folgen, erklären Uwe Beckmeyer und Ulrike Gottschalck.

 

Von Ramsauers  vollmundigen Ankündigungen  für europaweit abgestimmte Regeln sorgen zu wollen und als Taktgeber zu fungieren, ist leider nichts übrig geblieben. Insbesondere der schriftliche Bericht verdeutlicht, dass die EU auf dem Weg zu einheitlichen Regeln keinen Schritt vorangekommen ist. Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Schwarz-Gelb die gute Reputation Deutschlands in der EU verspielt hat und demzufolge auch die europäischen Ressortkollegen dem deutschen Verkehrsminister nicht folgen.

 

Wenn es heute eine neue Aschewolke gäbe, wäre das gleiche Chaos wie beim Ausbruch des Eyjafjalljökull vorprogrammiert. Der von Bundesverkehrsminister Ramsauer vorgelegte Bericht der EU-Kommission ist eine einzige Aneinanderreihung von Absichtserklärungen. Von klaren Grenzwerten, eindeutigen Regeln und einem einheitlichen europäischen Messsystem ist man weit entfernt. Verwunderlich ist, dass die EU- Kommission plötzlich vier Flugzonen, anstelle der von Ramsauer angekündigten drei Zonen, vorschlägt.

 

Einigkeit hat es in der EU offensichtlich nur bei der Schaffung neuer Stellen zur Koordination gegeben. Es wurde  eine Krisenkoordinationsstelle mit einer Kerngruppe und zwei Vorsitzenden eingerichtet, es gibt einen Koordinator funktionale Luftraumblöcke, einen europäischen Netzmanager und ein Leistungsüberprüfungsgremium, wo auch gerade ein Vorsitzender gesucht wird. Ob diese neuen Stellen wirklich zu einer effizienten Koordination beitragen, ist mehr als fraglich.

 

Auch wenn sich der Vulkan Eyjafjalljökull derzeit beruhigt hat, könnte er nach Ansicht von Experten aber jederzeit wieder ausbrechen. Daher ist es dringend nötig, dass die EU endlich Ergebnisse präsentiert. Minister Ramsauer muss endlich bei seinen EU-Kollegen Durchsetzungsvermögen zeigen.

 

 

 

 

Stand
Legislatur
  • 17. Wahlperiode
PM-Nummer
982
Arbeitsgruppen
Abgeordnete
Themen
Download