Anlässlich der heutigen Debatte zur Einführung einer gesetzlichen Quote für Aufsichtsräte und Vorstände erklären die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Caren Marks und die zuständige Berichterstatterin Eva Högl:

Das Stillhalteabkommen der schwarz-gelben Koalition zur Einführung einer Quote wurde heute auf beschämende Weise in den Redebeiträgen von CDU, CSU und FDP dokumentiert. Bundesfrauenministerin Schröder präsentierte Geschichten aus dem letzten Jahrhundert, Unions-Fraktionsvorsitzender Kauder träumt von der Zukunft. Die Debatte um die Quote wurde zur Märchenstunde.

Diese Bundesregierung und ihre Koalitionsfraktionen haben ihren Handlungsauftrag nicht erfüllt. Zu allen Vorschlägen für eine gesetzliche Frauenquote in Führungsgremien der Wirtschaft haben sie Nein gesagt.

Sie haben die letzte Chance in dieser Legislaturperiode vertan. Das Signal, das damit an Frauen in Deutschland ausgestrahlt wird, ist fatal.

Stattdessen wurde abermals ein Stillhalteabkommen zu Lasten der Frauen vereinbart. Die Frauen von CDU, CSU und FDP müssen sich fragen lassen warum sie sich mit derart faulen Kompromissen abspeisen lassen. Sie tragen mit dazu bei, dass es bei Lippenbekenntnissen und Ablenkungsmanövern bleibt. Dies ist die gleichstellungspolitische Bankrotterklärung der schwarz-gelben Koalition.